Talsperre Malter
Highlights
- Die Talsperre Malter wurde 1913 zur Hochwasserabwehr errichtet und überflutete Teile des Ortsteils Niedermalter.
- Malter ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Osterzgebirge, bekannt für seine Talsperre und die umliegende Natur.
- Der Ortsteil verfügt über eine eigene Ortschaftsverfassung mit Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Tipps
- Im Herbst sind angenehme Temperaturen und schöne Farben zu genießen, ideal für Spaziergänge.
- Der Rundweg um die Talsperre ist einfach zu bewältigen und bietet lohnenswerte Ausblicke.
- Mit der Schmalspurbahn anreisen, danach Zeit für eine Rundfahrt oder Wanderung einplanen.
Eigenschaften
Über Talsperre Malter
Die Talsperre Malter ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit im sächsischen Dippoldiswalde und liegt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie entstand Anfang des 20. Jahrhunderts zum Hochwasserschutz durch die Stauung der Roten Weißeritz und überflutete dabei unter anderem den ehemaligen Ortsteil Niedermalter sowie Teile der Nachbargemeinden Seifersdorf und Paulsdorf. Heute ist die Talsperre ein zentraler Bestandteil des staatlich anerkannten Erholungsorts Malter und zieht Besucher aus der Region und darüber hinaus an.
Der rund 600 Meter lange Rundweg um die Talsperre ist besonders beliebt und bietet einen leichten, barrierefreien Zugang zu verschiedenen Aussichtspunkten. Der Weg führt direkt am Schiffsanleger vorbei, von dem aus Bootsfahrten auf dem Gewässer unternommen werden können. Neben der Schifffahrt gibt es Möglichkeiten zum Rudern, Stand-up-Paddeln und Tretbootfahren. Ein separates Strandbad mit abgegrenzter Nichtschwimmerzone sowie weitere Wassersportangebote runden das Freizeitangebot am Gewässer ab. Motorisierte Wasserfahrzeuge sind auf der Talsperre nicht zugelassen, was zu einer ruhigen und naturnahen Atmosphäre beiträgt.
Die historische Bedeutung des Ortes Malter reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte von einem Waldhufendorf zu einem Bestandteil der Verwaltungsstruktur der DDR und später zur heutigen Ortschaft innerhalb von Dippoldiswalde. Ein ehemaliges Vorwerk im Ort, das unter anderem dem Rittergut Dippoldiswalde und Berreuth zugeordnet war, zeigt die landwirtschaftliche und adelige Prägung der Region. Teile des Vorwerks gingen im Dreißigjährigen Krieg verloren und wurden nicht wieder aufgebaut.
Die landschaftliche Lage der Talsperre ist von bewaldeten Hängen und der offenen Wasserfläche geprägt. Im Herbst bieten die farbigen Wälder ein besonders eindrucksvolles Panorama. Die nahegelegene Weißeritztalbahn verbindet den Ort mit weiteren Teilen des Erzgebirges und ermöglicht eine anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Die unmittelbare Nähe zur Dippoldiswalder Heide eröffnet zudem weitere Erholungsmöglichkeiten in der umliegenden Natur.
Die Talsperre Malter wird in Bewertungen regelmäßig als empfehlenswerter Ausflugsort beschrieben. Besucher schätzen die gute Erreichbarkeit, die barrierefreien Wege und die Vielseitigkeit der Freizeitangebote. Neben der Bootsfahrt und dem Baden kann auch kulinarisch auf dem Gelände etwas unternommen werden. Ein Gasthaus direkt am Wasser. Die Kombination aus Naturerlebnis, kultureller Geschichte und Freizeitaktivitäten macht die Talsperre Malter zu einem lohnenswerten Ziel im sächsischen Vorgebirge.