Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab Moltzow 1

17194 Moltzow

Highlights

  • Das Großsteingrab Moltzow 1 war ein jungsteinzeitliches Steinkistengrab der Trichterbecherkultur.
  • Es wurde 1845 unter Leitung von Albrecht von Maltzahn archäologisch untersucht und später zerstört.
  • Im Grab fanden sich Reste eines menschlichen Schädels und eine Henkelkanne als Grabbeigabe.

Tipps

  • Das Großsteingrab ist nicht betretbar, aber von der Straße aus sichtbar.
  • Mit dem Fahrrad kann man entlang der Dorfstraße vorbeifahren.
  • Historische Funde sind im Archäologischen Landesmuseum Schwerin dokumentiert.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab Moltzow 1

Das Großsteingrab Moltzow 1 zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Jungsteinzeit in Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt im Ort Moltzow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und ist ein ehemaliges Steinkistengrab der Trichterbecherkultur. Obwohl das Grab selbst heute nicht mehr erhalten ist, hat es aufgrund seiner historischen und kulturellen Relevanz weiterhin einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der Region. Die archäologische Untersuchung im Jahr 1845 unter der Leitung von Albrecht von Maltzahn brachte wichtige Erkenntnisse über die Bestattungsbräuche und Lebensweise der frühneolithischen Bevölkerung.

Das Großsteingrab befand sich ursprünglich auf der westlichen Abdachung eines Geländevorsprungs in der Nähe des ehemaligen Gutshofs von Moltzow. Es war in einen sandigen Boden eingelagert und bestand aus einer kleinen, ost-westlich ausgerichteten Kammer, die aus Rotsandsteinplatten errichtet wurde. Die Kammer war Teil einer rundlichen Hügelschüttung, die von einem Steinring umgeben war. Bei der Ausgrabung fanden sich unter anderem Fragmente einer Henkelkanne sowie Reste eines menschlichen Schädels, was Hinweise auf die Bestattungsriten der damaligen Zeit gibt. Die Funde wurden damals in das Archäologische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin übertragen, sind jedoch heute nicht mehr erhalten.

Heute ist das ehemalige Großsteingrab nicht mehr sichtbar, da die Anlage im Laufe der Zeit zerstört wurde. Dennoch bleibt der Standort ein geschichtsträchtiger Ort, der an die Vielschichtigkeit der mecklenburgischen Urgeschichte erinnert. Die Umgebung von Moltzow beherbergt darüber hinaus weitere archäologische Stätten wie weitere Großsteingräber, einen Steinkreis sowie verschiedene Grabhügel aus der Bronzezeit, die für Interessierte der Ur- und Frühgeschichte lohnenswerte Ziele darstellen.

Obwohl der archäologische Fundort selbst nicht mehr zugänglich ist, liegt das Gelände in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Guts, das heute als Wohnsitz genutzt wird. Das angrenzende Gelände kann von der Straße aus überblickt werden. Aufgrund des Privatbesitzes ist ein Betreten des Areals nicht gestattet, was von Besuchern jedoch verständlicherweise akzeptiert wird. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß lässt sich die Gegend entlang der Dorfstraße erkunden, wobei der historische Bezug des Ortes spürbar bleibt.

Viele Besucher berichten in ihren Rezensionen von persönlichen Erinnerungen, die mit dem Ort verbunden sind – so lebte beispielsweise eine Großmutter eines Reisenden noch in der DDR-Zeit im ehemaligen Gutshaus und verbrachte dort ihre Ferien. Auch touristische Abstecher aus der Region um Rostock führen gelegentlich nach Moltzow, um die Atmosphäre und Geschichte des Ortes zu erfahren. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,2 von 5 Sternen bei über 800 Bewertungen zeigt sich, dass der Ort trotz seiner eingeschränkten Zugänglichkeit eine gewisse kulturelle und emotionale Anziehungskraft besitzt.

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