Kirche/Kloster

Dorfkirche Netzen

Netzener Dorfstraße 12, 14797 Kloster Lehnin-Netzen

Highlights

  • Die Dorfkirche Netzen ist eine spätmittelalterliche Backsteinkirche mit Westturm aus dem 16. Jahrhundert.
  • Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde im Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg.
  • Die Kirche verfügt über eine Orgel von 1907 und einen Kanzelaltar aus der Frühzeit des Barock.

Tipps

  • Die Dorfkirche Netzen ist eine spätmittelalterliche Backsteinkirche mit bemerkenswerter Architektur und historischer Ausstattung im Ortsteil Netzen der Gemeinde Kloster Lehnin.
  • Besucher finden eine Saalkirche mit Muldendecke, Kanzelaltar und eine Orgel aus dem Jahr 1907 mit 9 Registern.
  • Der Kirchturm im Westen wurde im frühen 16. Jahrhundert ergänzt und zeigt eine Mischung aus Feldstein und Holzfachwerk.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Dorfkirche Netzen

Die Dorfkirche Netzen steht inmitten des Ortsteils Netzen, der zur Gemeinde Kloster Lehnin im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Bundesland Brandenburg gehört. Als evangelische Saalkirche ist sie ein sakraler Ort von hoher baulicher und künstlerischer Bedeutung und zählt zu den denkmalgeschützten Baudenkmälern der Region. Die Kirche befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen Zisterzienserkloster Lehnin, was sie zu einem kulturellen Schwerpunkt inmitten einer historisch geprägten Landschaft macht.

Der Kirchenbau besteht im Wesentlichen aus unverputzten Backsteinen und zeugt noch heute von ihrer ursprünglichen spätmittelalterlichen Bauweise. Im frühen 16. Jahrhundert wurde das Gotteshaus um einen westlich angebauten Kirchturm erweitert. Dieser Turm ruht auf einem Erdgeschoss aus Feldsteinen, während das darüberliegende Turmoberteil aus einer Holzfachwerk-Mauerziegel-Konstruktion gefügt ist. Abgeschlossen wird der Turm von einem flachen Pyramidendach, auf dem ein achtseitiger, spitzer Helm aus Schiefer aufragt. Im Inneren des Turms wurde durch eine Zwischendecke ein Obergeschoss gebildet, das über eine Empore erreichbar ist. Im Geschoss darüber finden sich zwei hängende Glocken.

Der Innenraum der Kirche ist von einer Muldendecke überspannt, die den charakteristischen Saalkirchenstil unterstreicht. Die Ausstattung umfasst unter anderem einen Kanzelaltar, dessen fünfseitiger Kanzelkorb zwischen zwei Pilastern steht. Diese Pilaster tragen einen polygonalen Schalldeckel, der sich unter einem gesprengten Giebel befindet. Hinzu kommt eine Orgel mit neun Registern auf einem Manual und Pedal, erbaut im Jahr 1907 von der Orgelbaufirma Alexander Schuke aus Potsdam. Diese Orgel wurde hinter den Prospekt einer Vorgängerorgel aus dem Jahr 1823/24 aufgestellt und bildet bis heute ein zentrales Element der kirchlichen Klangkultur.

Die Kirche gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Netzen, die wiederum dem Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg innerhalb der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz angehört. Die Gemeinde pflegt das Gotteshaus als Ort der Andacht sowie der kulturellen Begegnung. Die Dorfkirche Netzen genießt bei Besucherinnen und Besuchern einen ausgezeichneten Ruf, wie auch die durchweg positiven Bewertungen in öffentlichen Plattformen belegen. Ein Gast bemerkte, dass Netzen ein besonders gelungener Ort sei, an dem man sich wohlfühle – ein Bewohner des Dorfes bestätigte dies mit dem Hinweis, selbst hier zu Hause zu sein.

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