Kirche/Kloster

Kapelle Mariae Heimsuchung

Bahnhofsweg 6, 56073 Koblenz, Deutschland

Highlights

  • Die Kapelle Mariae Heimsuchung in Koblenz wurde 1867 eingeweiht und ist ein neugotischer Sakralbau.
  • Nach Auflösung des Salesianerinnenklosters 1986 übernahm die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Kirche.
  • Das Gelände des ehemaligen Klosters ist seit 1986 geschütztes Kulturdenkmal in Rheinland-Pfalz.

Tipps

  • Die Kirche Mariä Heimsuchung in Koblenz ist eine neugotische Klosterkirche aus dem 19. Jahrhundert mit schlichtem, aber eindrucksvollem Innenraum und neuromanischem Altar im Chor.
  • Nach dem Besuch der historischen Kirche kann man in der Umgebung des Stadtteils Moselweiß spazieren gehen und die ruhige Klosteratmosphäre genießen.
  • Die Priesterbruderschaft St. Pius X. bietet regelmäßig Gottesdienste und Beichtmöglichkeiten in der Kirche an, die über die Website fsspx.today abgerufen werden können.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kapelle Mariae Heimsuchung

Die Kapelle Mariae Heimsuchung befindet sich im Stadtteil Moselweiß der Stadt Koblenz im Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz. Ursprünglich als Klosterkirche des Salesianerinnenklosters erbaut, ist sie ein bedeutender sakraler Ort mit einer bewegten Geschichte. Die Kirche wurde in den Jahren 1866 bis 1867 im neugotischen Stil errichtet und am 10. Dezember 1867 feierlich eingeweiht. Sie steht direkt an der Südwestseite des ehemaligen Klostergebäudes und zeichnet sich durch ihre schlanke Architektur aus, darunter acht Maßwerkfenster an der Straßenseite sowie ein Rundbogenfries unter der Traufe.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kapelle bei einem Luftangriff am 22. Dezember 1944 vollständig zerstört. Der Wiederaufbau gelang in den Jahren 1945 bis 1948. Nachdem die Salesianerinnen 1986 ihr Kloster aufgaben, übernahm die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Verantwortung für die Kirche. Diese Gruppe ist bekannt für ihre Pflege der traditionellen römisch-katholischen Liturgie. Die Innenausstattung der Kapelle ist schlicht gehalten, mit einem flach gedeckten Saal, der sich im Chor nach Nordwesten hin öffnet. Dort steht ein später aufgestellter neuromanischer Altar. Die ehemalige Nonnenempore im Nordosten ist ebenfalls erhalten und verfügt über weitere Maßwerkfenster.

Ein besonderes Merkmal des Geländes ist der sogenannte „Kröllsche Garten“ im Südosten, der heute eine waldartige Grünfläche darstellt. Das gesamte Areal wird von einer Bruchsteinmauer umgeben, die größtenteils erhalten geblieben ist. Das ehemalige Klosterensemble ist als Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Rheinland-Pfalz geschützt und in der Denkmalliste aufgeführt. Die Kapelle gilt als Ort der Ruhe und besinnlichen Andacht und wird regelmäßig von Gläubigen besucht, die an den Gottesdiensten teilnehmen, die nach wie vor dem Namen „Gottesdienst“ gerecht werden.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. bietet neben den regelmäßigen Messfeiern auch Möglichkeiten zur Beichte sowie Glaubensunterricht für Kinder und Erwachsene an. Die Kapelle ist somit nicht nur ein geschichtsträchtiges Bauwerk, sondern auch ein lebendiger Ort des Glaubens und der spirituellen Erneuerung inmitten der Koblenzer Stadtlandschaft.

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