Denkmal/Gedenkstätte

Rittergut

99625 Kölleda

Highlights

  • Rittergut Ostramondra umfasste 438 Hektar und zählte zu den größten Gütern der Region um Kölleda.
  • Das Rittergut wurde ab 1461 von der Familie Knauth besessen und später an verschiedene Adelsfamilien weitergegeben.
  • Während des Zweiten Weltkriegs leisteten Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus mehreren Ländern auf dem Rittergut Arbeit.

Tipps

  • Rittergut Ostramondra ist ein historisches Gutshofgelände mit Schloss aus dem 18. Jahrhundert, gelegen im Ortsteil Rettgenstedt.
  • Das Gelände ist Teil der Gemeinde Ostramondra, erreichbar über Kölleda im Landkreis Sömmerda, Thüringen.
  • Parkplatzsuche kann auf dem Gelände begrenzt sein, frühes Anreisen wird empfohlen.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Kulturell Ganzjährig

Rittergut Kölleda: Sehenswerte Burgruine mit Panoramablick

Das Rittergut in Kölleda, einem Ortsteil der Gemeinde Kölleda im Landkreis Sömmerda, zählt zu den historischen Kulturgütern der Region und ist ein markantes Zeugnis vergangener Epochen. Es liegt am Südrand der Finne, in unmittelbarer Nähe zum nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands um Freyburg (Unstrut). Das Gut ist eng mit der Geschichte des nahegelegenen Schlosses Kölleda verbunden, das im 18. Jahrhundert erbaut und später mehrfach umgebaut wurde. Das Rittergut umfasste ein Areal von 438 Hektar und verfügte über große, solide Wirtschaftsgebäude, die bis in die Zeit der DDR hinein genutzt wurden, unter anderem als Standort einer Schafzucht. Die Geschichte des Ritterguts reicht weit zurück. Bereits 1461 wurde Hans Knauth vom Grafen zu Stolberg mit Schloss und Rittergut belehnt. Die Familie Knauth besaß das Anwesen bis ins frühe 17. Jahrhundert. Danach folgten weitere adelige Besitzer, darunter die Herren von Bünau, von Sperling, Schubart und später von Müller-Schubart. Eine Tochter dieser Familie heiratete in die Familie von Krosigk, die bis Kriegsende das Gut besaß. Karl-Dedo von Krosigk war der letzte Gutsherr vor der Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht 1945. Während des Zweiten Weltkriegs leisteten Hunderte Zwangsarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern auf dem Rittergut und in der Umgebung Zwangsarbeit – darunter Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus Russland, Polen, der Ukraine, Frankreich und Italien. Das Rittergut ist eng mit dem Schloss Kölleda verknüpft, das heute nach aufwändiger Restaurierung sich wieder im Privatbesitz befindet – zusammen mit einem historischen Park. Während die Gebäude des Schlosses erhalten und restauriert wurden, standen die ehemaligen Rittergutsgebäude 2010 weitgehend leer. Dennoch prägen sie weiterhin das Bild des ländlichen Kulturlandschaft im Herzen Thüringens. Die ehemalige Nutzung als landwirtschaftlicher Betrieb unterstreicht die Bedeutung des Gutes für die regionale Landwirtschaft und die Entwicklung der ländlichen Strukturen im 19. und 20. Jahrhundert. Heute lädt das Rittergut mit seiner historischen Substanz und seiner ruhigen Lage am Rande der Finne zu Entdeckungstouren und Spaziergängen ein. Die Umgebung ist ideal für Natur- und Kulturinteressierte, die die Besonderheiten der thüringischen Dörfer und ihre historischen Wurzeln erkunden möchten. Die nahegelegene Bundesstraße 176 sowie der ehemalige Finne-Wanderweg, der auf der Trasse der stillgelegten Finnebahn verläuft, bieten gute Anschlussmöglichkeiten für Besucher, die die Region zu Fuß oder mit dem Rad entdecken wollen.

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Häufige Fragen zu Rittergut

Was ist die Geschichte des Ritterguts in Ostramondra?
Das Rittergut Ostramondra wurde erstmals 1461 an Hans Knauth verliehen. Es wechselte mehrfach den Besitzer, darunter die Familien Tangels, von Bünau, Sperling, Schubart und schließlich von Krosigk. Nach 1945 wurde die Familie von Krosigk entschädigungslos enteignet. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie groß war das Rittergut Ostramondra?
Das Rittergut umfasste eine Fläche von 438 Hektar und verfügte über große und solide Wirtschaftsgebäude. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte das Rittergut während des Zweiten Weltkriegs?
Während des Zweiten Weltkriegs mussten Kriegsgefangene sowie Zwangsarbeiter aus verschiedenen Ländern auf dem Rittergut arbeiten. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia