Denkmal/Gedenkstätte

Gisbert Koppel

Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln

Highlights

  • Walter Koppel wurde 1906 in Köln geboren und war Sohn des Kaufmanns Gisbert Koppel.
  • Er emigrierte 1933 nach Österreich und später nach Frankreich, um der nationalsozialistischen Verfolgung zu entgehen.
  • Koppel wurde 1947 erster Vorsitzender des Verbandes der Filmproduzenten in der britischen Zone.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Gisbert Koppel Köln

Der Gisbert Koppel ist ein Denkmal in der Stadt Köln, das an den jüdischen Filmproduzenten und Widerstandskämpfer Walter Koppel erinnert. Obwohl der Name Gisbert Koppel eng mit Walter Koppel verknüpft ist – dieser nannte sich selbst nach seinem Vater –, steht das Denkmal symbolisch für das bewegte Leben und den mutigen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Walter Koppel, in Köln geboren, gelang es durch List und Beharrlichkeit, der Deportation zu entgehen, indem er während der NS-Zeit eine schwere Krankheit vortäuschte und sich in einem jüdischen Krankenhaus versteckte, bis die Befreiung durch alliierte Truppen erfolgte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Walter Koppel als einer der einflussreichsten Filmproduzenten der Bundesrepublik Deutschland. In Hamburg gründete er die Real-Film GmbH, die zu einer der größten Filmproduktionsgesellschaften des Landes wurde. Seine Filme prägten das deutsche Kino der Nachkriegszeit entscheidend mit. Seine Verdienste um die Filmwirtschaft und sein Widerstand im Nationalsozialismus wurden vielfach ausgezeichnet. Zu seinen Ehrungen zählen unter anderem der David O. Seznick-Preis sowie das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

In Köln erinnert der nach ihm benannte Gisbert Koppel nicht nur an sein kulturelles Schaffen, sondern auch an seinen persönlichen Mut und seine zivilgesellschaftliche Haltung. Das Denkmal steht somit exemplarisch für die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit sowie für die Wertschätzung jüdischer Kulturschaffender, die trotz Verfolgung einen wichtigen Beitrag zur deutschen Kultur leisteten. Es lädt dazu ein, sich mit der Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs und der Stadtgeschichte auseinanderzusetzen – nicht zuletzt, weil der Standort auch mit der Infrastruktur der Kölner Verkehrs-Betriebe verbunden ist.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) sind für den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt verantwortlich und betreiben unter anderem die Stadtbahn sowie verschiedene Buslinien. Am Standort des Gisbert Koppel befinden sich zudem einige Lagerhallen der KVB, die für den Betrieb des Verkehrsnetzes von Bedeutung sind. Diese Lager dienen unter anderem als Baulager oder Büromateriallager und sind werktags für kurze Zeit geöffnet. Obwohl die KVB für ihre Verkehrsdienste steht, wird der Standort durch das Denkmal auch zu einem kulturellen Ort, der Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit gibt, sich mit der Geschichte der Stadt und ihrer bedeutenden Persönlichkeiten auseinanderzusetzen.

Der Gisbert Koppel in Köln ist somit ein kulturhistorischer Anlaufpunkt, der Erinnerung bewahrt und gleichzeitig den Besucher zum Nachdenken über die Vergangenheit anregt. Inmitten einer modernen Stadt, in der der öffentliche Verkehr eine zentrale Rolle spielt, erinnert das Denkmal an eine Persönlichkeit, die Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen verkörpert – Werte, die bis heute von Bedeutung sind.

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