Aussichtspunkt

Großer Steinberg

51427 Bergisch Gladbach

Highlights

  • Der Große Steinberg ist der höchste Punkt im Königsforst bei Bergisch Gladbach.
  • Er liegt auf der Bergischen Heideterrasse östlich von Köln.
  • Das Waldgebiet ist Teil eines Vogelschutz- und FFH-Gebiets.

Tipps

  • Nutzen Sie die Stadtbahnlinie 9 bis zur Endhaltestelle Königsforst für einen direkten Zugang zum Waldrand.
  • Besuchen Sie das Naturschutzgebiet Königsforst, das Teil der Bergischen Heideterrasse ist und reich an biologischer Vielfalt.
  • Erkunden Sie die historischen Hügelgräber der Hallstatt-Kultur im nördlichen Bereich des Forstes nahe Köln-Rath.

Eigenschaften

Outdoor Aktiv Entspannt Ganzjährig

Über Großer Steinberg

Der Große Steinberg ist ein markanter Berggipfel im Rheinisch-Bergischen Kreis und erhebt sich im Osten der Stadt Bergisch Gladbach. Als Teil der Bergischen Heideterrasse liegt er unmittelbar am Rande des Königsforstes, eines über 2500 Hektar großen Waldgebietes, das sich auch über die angrenzenden Gebiete von Köln und Rösrath erstreckt. Mit seiner landschaftlichen Lage bietet der Große Steinberg einen charakteristischen Aussichtspunkt über die umliegende Region und zieht Naturinteressierte sowie Wanderfreunde an.

Der Steinberg gehört zu den höchsten Erhebungen der rechtsrheinischen Mittelterrasse. Die nähere Umgebung wird geprägt von einer Mischung aus Wald, offenen Flächen und historischen Spuren. Der Königsforst, in dem der Gipfel liegt, ist sowohl Vogelschutz- als auch FFH-Gebiet und umfasst mehrere Naturschutzgebiete. Im Norden grenzt das Areal an die Autobahn A 4, im Südwesten wird es von der A 3 und der Aggertalbahn durchquert. Über die Ausfahrt Königsforst ist das Waldgebiet gut erreichbar, ebenso über den ÖPNV, der mit der Stadtbahnlinie 9 bis zur Endhaltestelle Königsforst direkt an den Waldrand führt.

Die Geschichte des Gebietes reicht weit zurück. Archäologische Funde deuten auf eine eisenzeitliche Besiedlung hin, insbesondere durch Hügelgräber der Hallstatt-Kultur. Im Mittelalter gehörte der Wald zunächst zum Krongut der Frankenkönige, ehe er im 10. Jahrhundert an den Erzbischof von Köln überging. Urkundlich erwähnt wurde er erstmals im frühen 11. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet unter die Kontrolle der Grafen von Berg gebracht und später von den Herzögen zu Berg als Jagdrevier genutzt. Besonders im 18. Jahrhundert wurde der Wildbestand reduziert, um den Zustand des Waldes zu stabilisieren.

Während der napoleonischen Zeit wurde der Forst stark beansprucht, viele Eichen gefällt und das Holz nach Frankreich verschifft. Nach dem Wiener Kongress wurde das Areal preußisch und es begann eine großangelegte Wiederaufforstung, bei der vor allem nicht heimische Kiefern gepflanzt wurden. Im Zweiten Weltkrieg diente der Wald als militärisches Sperrgebiet, in dem unter anderem eine Munitionsfabrik betrieben wurde. Noch heute finden sich im Gelände Überreste dieser Zeit in Form von Betonbunkern und Fundamenten ehemaliger militärischer Anlagen.

Heute ist der Große Steinberg ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber. Der Gipfel lässt sich gut mit Wanderwegen erschließen, die durch den Königsforst führen. Die ruhige, abwechslungsreiche Umgebung und die Aussicht über das Bergische Land machen ihn zu einem lohnenswerten Naturpunkt in der Region. Der nahegelegene Wald bietet zudem Raum für Erholung, Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt sowie Spaziergänge inmitten einer landschaftlich reizvollen und geschichtsträchtigen Umgebung.

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