Museum

Kölnisches Stadtmuseum

Zeughausstraße 1, 50605 Köln

Highlights

  • Seit 1888 bewahrt das Kölnische Stadtmuseum 450.000 Objekte zur Kölner Geschichte von Mittelalter bis heute – von Alltagsgegenständen bis zu Festkultur.
  • Barrierefrei zugänglich mit rollstuhlgerechten Wegen, WC, Parkplätzen und Höranlagen präsentiert das Museum innovative Ausstellungen zur Stadtgeschichte.
  • Forschungsarbeit und wissenschaftliche Publikationen dokumentieren Provenienzen und prägende Ereignisse wie die Pariser Weltausstellung 1937 oder Köln 1945.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
  • Induktive Höranlagen stehen zur Verfügung, um Ausstellungsinhalte für hörgeschädigte Gäste zugänglich zu machen.
  • Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten in den Ausstellungsräumen bieten Entspannungsmöglichkeiten während des Besuchs.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturausflug Köln: Kölnisches Stadtmuseum entdecken

Das Kölnische Stadtmuseum ist eine zentrale kulturelle Einrichtung, die die faszinierende Geschichte Kölns vom Mittelalter bis in die Gegenwart lebendig werden lässt. Gegründet 1888 als Reaktion auf den Wunsch nach einer gemeinsamen Stätte für die vielfältigen historischen Erinnerungen der Stadt, begann das Museum zunächst in der mittelalterlichen Hahnentorburg. Die Sammlung umfasste von Anfang an Alltagsgegenstände, Festkultur-Objekte und „städtische Alterthümer“, die aus Archiven, Schenkungen und historischen Depots wie dem Zeughaus stammten. Schon bald erwies sich der Raum als zu klein, sodass 1902 die Eigelsteintorburg als zusätzlicher Ausstellungsort hinzukam – ein Zeichen für das rasante Wachstum der Bestände.

Die Ausstellungskonzepte des Museums entwickelten sich stets im Dialog mit gesellschaftlichen Bedürfnissen. Unter Direktor Joseph Hansen (1894–1924) wurde ein breiter Kulturbegriff verfolgt, der nicht nur künstlerische Qualität, sondern vor allem die Bedeutung der Objekte für die Kölner Geschichte in den Mittelpunkt stellte. Besonders prägend war die Teilnahme an der „Jahrtausendausstellung der Rheinlande“ 1925, die mit über 10.000 Exponaten ein Publikumserfolg wurde und sogar den damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer inspirierte, ein überregionales „Rheinisches Museum“ zu planen. Doch die politischen Umbrüche der 1930er Jahre verhinderten dessen Umsetzung – stattdessen wurde das Haus 1937 als „Haus der Rheinischen Heimat“ auf der Pariser Weltausstellung präsentiert und trug zur Repräsentation des Deutschen Reiches bei.

Heute bewahrt das Kölnische Stadtmuseum rund 450.000 Objekte aus zwei Jahrtausenden – von Alltagsgegenständen bis zu Kunstwerken – und präsentiert sie in innovativen Ausstellungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der digitalen Erforschung der Sammlungen und der wissenschaftlichen Aufarbeitung ihrer Provenienzen. Mit einem ehrenamtlichen Arbeitskreis, einem engagierten Team und einer klaren Vision will das Museum bis zum 2000-jährigen Stadtjubiläum 2050 zu einer international sichtbaren Kompetenzstätte werden.

Barrierefreiheit und Zugänglichkeit stehen im Mittelpunkt: Der rollstuhlgerechte Zugang, inklusive Toiletten und Parkplätze, sowie eine induktive Höranlage machen das Museum für alle Besucher*innen erlebbar. Begleitend dazu erscheinen regelmäßig wissenschaftliche Publikationen, die die Kölner Geschichte fundiert und anschaulich aufbereiten – von der Romanik über den Historismus bis zu modernen Themen. Ob als Ort der Forschung, der öffentlichen Diskussion oder des gesellschaftlichen Austauschs: Das Kölnische Stadtmuseum verbindet Tradition mit zeitgemäßer Vermittlung und lädt ein, die Vielfalt der rheinischen Kultur neu zu entdecken.

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