Kirche/Kloster

Kollegiatstift Mariengraden, Köln

Kasinostraße 8, 50676 Köln

Highlights

  • St. Maria im Kapitol ist die größte und älteste romanische Kirche Kölns.
  • Die Kirche beherbergt unter anderem eine 1000 Jahre alte Holztür und die Gebeine eines Grönlandwals.
  • Legenden um den hl. Hermann-Josef laden noch heute zum Kirchenbesuch mit einem Apfel im Gepäck ein.

Tipps

  • Die älteste romanische Kirche Kölns bietet einen beeindruckenden Blick auf über 1000 Jahre alte Holztüren und eine gut erhaltene Krypta.
  • Auf den Resten eines römischen Kapitolstempels errichtet, vereint die Basilika Architektur und Geschichte von Kölns Frühzeit.
  • Ein Besuch lohnt besonders für Interessierte an mittelalterlicher Architektur und ungewöhnlichen Relikten wie dem Grönlandwal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kollegiatstift Mariengraden, Köln

Die Basilika St. Maria im Kapitol zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken der Stadt Köln und ist die größte und älteste erhaltene romanische Kirche der Stadt. Errichtet auf den Fundamenten des antiken römischen Kapitolstempels, vereint sie über 1000 Jahre Geschichte unter einem Dach. Ihr ursprünglicher Grundriss orientiert sich an der Geburtskirche in Bethlehem, was ihr eine besondere Bedeutung in der mittelalterlichen Architektur verleiht. Die Kirche war ein Zentrum der Macht und Frömmigkeit und spiegelt dies bis heute in ihrer imposanten Architektur und reichen Ausstattung wider.

Besucher erwarten beeindruckende Kunstschätze, darunter eine rund 1000 Jahre alte, kunstvoll verzierte Holztür, die als Meisterwerk der frühen Holzbildhauerei gilt. Ebenso sehenswert ist die Grabplatte der Heiligen Plektrudis sowie ein filigranes Gabelkreuz aus dem Mittelalter. Besonders ungewöhnlich ist die Gebeine eines Grönlandwals, der einst im Rhein verendete und heute als Reliquie in der Kirche aufbewahrt wird. Auch die Legende um den Heiligen Hermann-Josef hält bis heute Einzug in die Besuchererfahrung – wer sie kennt, betritt die Kirche traditionell mit einem frischen Apfel im Gepäck.

Die Atmosphäre des Ortes, gepaart mit der herben romanischen Architektur, lädt zur Besinnung und Entdeckung ein. Zahlreiche Details erzählen von der langen Geschichte der Kirche, die bis heute lebendig ist – sowohl im Gottesdienstgeschehen als auch in der kulturellen Vermittlung. Informierte und freundliche Mitarbeiter unterstützen Besucher gerne bei der Entdeckung der Besonderheiten. Die Kirche ist werktäglich geöffnet und lädt sowohl zur persönlichen Andacht als auch zur kulturellen Besichtigung ein.

Einmal im Jahr, während des „Romanischen Sommers“, öffnet die Basilika zudem ihre Türen für besondere Veranstaltungen, die die romanische Baukunst und ihre Bedeutung in den Fokus rücken. Ob bei einer Führung oder beim Stöbern in der Sakristei – jeder Besuch lohnt sich. Die Kirche ist nicht barrierefrei, weshalb bei Bedarf eine Voranmeldung für Gruppenbesuche empfohlen wird.

St. Maria im Kapitol ist mehr als nur eine Kirche – sie ist ein lebendiges Zeugnis der Geschichte Kölns und ein Ort der Ruhe und Inspiration mitten im pulsierenden Stadtkern. Wer die Spuren der Vergangenheit verfolgen möchte, findet hier einen beeindruckenden Anhaltspunkt – sowohl architektonisch als auch spirituell.

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