Kirche/Kloster

Kollegiatstift St. Andreas, Köln

Komödienstraße 6-8, 50667 Köln

Highlights

  • Die Basilika St. Andreas ist eine romanische Kirche im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord, nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt.
  • Seit 2010 ist St. Andreas eine Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Aposteln und keine Pfarrkirche mehr.
  • Die Kirche beherbergt bedeutende Reliquien und ist seit 1802 auch Grabstätte des Albertus Magnus.

Tipps

  • Die Kirche St. Andreas ist täglich geöffnet, außer während Gottesdiensten und Konzerten, und lädt zur Besichtigung ein.
  • In der Krypta ruht der Gelehrte Albertus Magnus, ein besonderes Ziel für Besucher mit Interesse an Geschichte.
  • Die Fenster von Prof. Markus Lüpertz im Kircheninneren sind sehenswert und bieten einen künstlerischen Schwerpunkt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kollegiatstift St. Andreas, Köln

Die Kollegiatstiftskirche St. Andreas in Köln zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen der Stadt und befindet sich im Stadtteil Altstadt-Nord in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom. Die dreischiffige Pfeilerbasilika vereint romanische und gotische Bauelemente und gilt als bedeutendes Beispiel mittelalterlicher Kirchenbaukunst. Ursprünglich wurde an diesem Standort vermutlich eine frühchristliche Kapelle errichtet, bevor im 10. Jahrhundert ein Chorherrenstift unter der Patronage des Heiligen Andreas gegründet wurde. Der älteste erhaltene Baukörper stammt aus der Zeit um das Jahr 974, als Erzbischof Gero die Kirche weihte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert. Wesentliche Teile des heutigen Bauwerks entstanden im 12. und 13. Jahrhundert während der staufischen Zeit. Im Mittelalter kamen gotische Anbauten hinzu, darunter Kapellen an den Seitenschiffen sowie ein neuer Chor im 15. Jahrhundert, der sich am Vorbild der Aachener Chorhalle orientierte. Der romanische Vierungsturm mit seinem charakteristischen Faltdach sowie die angeschlossenen Treppentürme gehören zu den bemerkenswerten Bauteilen des mittelalterlichen Bestands. Besonders erwähnenswert ist auch die Krypta unter dem Ostchor, die im 11. Jahrhundert erbaut und später modernisiert wurde.

Im Zuge der Säkularisation verlor das Stift seine ursprüngliche Funktion, doch die Kirche blieb als Pfarrkirche erhalten, bevor sie 2010 zur Filialkirche der Gemeinde St. Aposteln wurde. Sie beherbergt heute unter anderem die Gebeine des bedeutenden Theologen und Naturwissenschaftlers Albertus Magnus, der seit 1954 in einem römischen Sarkophag in der Krypta ruht. Auch der spätmittelalterliche Schrein mit den Reliquien der heiligen Makkabäer wurde im Zuge der Säkularisation in die Kirche überführt.

Die heutige Gestalt der Basilika ist das Ergebnis mehrerer Restaurierungen, darunter umfangreiche Arbeiten im 19. Jahrhundert sowie nach Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Besondere Aufmerksamkeit gilt den erhaltenen mittelalterlichen Wandmalereien in den Seitenschiffen sowie den Glasmalereien, darunter Werke des Kölner Künstlers Prof. Markus Lüpertz. Die Kirche wird heute von der Dominikanerprovinz des Hl. Albert betreut und dient sowohl als Gotteshaus als auch als kultureller Veranstaltungsort.

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