Kirche/Kloster

St. Jodok

Freyung 619, 84028 Landshut

Highlights

  • St. Jodok ist die zweitälteste Pfarrkirche Landshuts und eine der drei großen gotischen Backsteinkirchen der Altstadt.
  • Die Kirche wurde 1338 gegründet und 1369 zur Pfarrei erhoben, ihr Patron ist der Heilige Jodok aus dem 7. Jahrhundert.
  • Sie steht mitten auf dem Freyung-Platz, ein einmaliger Standort für eine mittelalterliche Kirche in Bayern.

Tipps

  • St. Jodok ist eine der drei großen gotischen Backsteinkirchen in der Landshuter Altstadt und liegt zentral im Freyung-Viertel.
  • Die Kirche befindet sich mitten auf dem Freyung-Platz, umgeben von einem parkähnlichen Gelände, das im Winter für den Christkindlmarkt genutzt wird.
  • Besucher erreichen die zweitälteste Pfarrkirche Landshuts bequem zu Fuß vom historischen Stadtkern aus.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Jodok

Die Pfarrkirche St. Jodok in Landshut zählt nach der Stadtpfarrkirche St. Martin zu den ältesten Kirchen der Stadt und ist neben St. Martin und der Heilig-Geist-Kirche eine der drei großen gotischen Backsteinkirchen in der Landshuter Altstadt. Sie wurde im Auftrag von Herzog Heinrich XIV. errichtet und ist seit dem Jahr 1369 Pfarrei. Der Kirchenbau begann noch in der Hochgotik, wurde jedoch in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Stil der Spätgotik vollendet. Ursprünglich umfasste der Bau den Chor mit Krypta, ein basilikales Langhaus mit flacher Decke sowie den unteren Teil eines Turmes. Nach einem Brand im Jahr 1403 wurde die nördliche Wand des Mittelschiffs erneuert und der ursprüngliche Bauplan weiterentwickelt. In den folgenden Jahrzehnten kamen Seitenschiffe mit Seitenkapellen hinzu, die sowohl liturgische als auch statische und finanzielle Funktionen erfüllten.

Die Kirche befindet sich im Stadtteil Freyung, der 1338 gegründet wurde, und steht zentral auf dem Freyung-Platz. Diese zentrale Lage inmitten eines Straßenmarktes ist für eine mittelalterliche Kirche in Bayern nahezu. Der umliegende Friedhof, der bis 1806 bestand, wurde später in einen biedermeierlichen Promenadeplatz umgewandelt, der heute parkähnlich gestaltet ist und während der Adventszeit für den Christkindlmarkt genutzt wird. Die Patroziniumskirche ist dem Heiligen Jodok geweiht, der im 7. Jahrhundert in der Bretagne geboren wurde und später in der Picardie wirkte. Seine Gebeine kamen nach seinem Tod zunächst nach England, später zurück nach Frankreich. Die Reliquie, die Herzog Heinrich XIV. besaß, diente als Grundlage für die Weihe der Kirche, deren Namenstag am 13. Dezember begangen wird.

Die heutige Ausstattung der Kirche stammt größtenteils aus der Neugotik des 19. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Bauwerk mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders erwähnenswert ist die Einwölbung des Mittelschiffs, die unter Pfarrer Caspar Westendorfer erfolgte. Die Architektur spiegelt sowohl den Wandel vom Hoch- zum Spätgotischen wider als auch die Bedeutung der Kirche als Zentrum des städtischen und religiösen Lebens im Stadtteil Freyung wider. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,40 von 5 Sternen bei über 600 Bewertungen zählt St. Jodok zu den besonders gut bewerteten Sakralbauten der Region. Die Kirche ist heute Teil der Stadtkirche Landshut und bleibt ein prägendes Element des Stadtbildes.

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