Kirche/Kloster

St. Maria in der Kupfergasse

Schwalbengasse 1, 50667 Köln

Tipps

  • Die Kirche beherbergt eine bemerkenswerte schwarze Muttergottesfigur, die seit Jahrhunderten verehrt wird.
  • Der hölzerne Hochaltar ist ein herausragendes Beispiel barocker Kunst in Köln.
  • Regelmäßige Gottesdienste bieten würdige Rahmen für spirituelle Besinnung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Maria in der Kupfergasse

In der Kölner Innenstadt erhebt sich die evangelisch geprägte Stadtarchitektur um die imposante Kathedrale, doch mitten im Leben der Stadt steht auch ein ganz besonderer sakraler Ort: St. Maria in der Kupfergasse. Die römisch-katholische Kirche gilt als eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Region und ist eng verbunden mit der tiefen Frömmigkeit vieler Gläubiger – konfessionsübergreifend. Schon Kardinal Frings soll sie als das „Herz“ der Stadt bezeichnet haben – im Gegensatz zum Kölner Dom, der als Hauptkirche gilt.

Seit dem 17. Jahrhundert beherbergt die Kirche die sogenannte „Schwarze Muttergottes“, ein Gnadenbild der Jungfrau Maria, das bis heute Wallfahrer aus nah und fern anzieht. Die Wallfahrtskirche beherbergt die Gnadenkapelle, in der das Bildnis aufbewahrt wird, und hat sich dadurch zu einem Zentrum der Marienverehrung entwickelt. Besucher berichten von einer besonderen Atmosphäre, die durch die jahrhundertealte Tradition der Andachten, Wallfahrten und der alljährlichen Festwoche geprägt ist.

Ein besonderes Merkmal der Kirche sind die zahlreichen Opferkerzen, die täglich von Gläubigen für Kranke, Sterbende oder Menschen in Lebenskrisen entzündet werden – bis zu 5000 Kerzen wöchentlich. Diese Kerzen sind Zeugnisse von Hoffnung, Verzweiflung und Dankbarkeit und machen die besondere Rolle der Kirche als Ort der Barmherzigkeit sichtbar. Viele Menschen verbinden hier persönliche Schicksale mit dem Glauben, was die Stellung der „Mutter der Barmherzigkeit“ unterstreicht.

Die Kirche selbst ist ein barockes Bauwerk und eine seltene Ausnahme inmitten der überwiegend gotischen Kirchenlandschaft Kölns. Der hölzerne Hochaltar gilt als kunstvolle Augenweide und zieht nicht nur Gläubige, sondern auch Liebhaber sakraler Kunst an. Die Kirchenmusik, besonders die Aufführung alter Marienlieder, trägt zudem zur besinnlichen Stimmung bei. Auch wenn die Orgel heute nicht mehr von dem einst geschätzten Organisten bespielt wird, bleibt der Klangkörper ein wichtiger Bestandteil der Gottesdienste.

St. Maria in der Kupfergasse ist mehr als eine Kirche – sie ist ein lebendiger Ort des Glaubens, der Barmherzigkeit und der Tradition. Ob als Wallfahrtsziel, als stille Auszeit im Trubel der Stadt oder als kulturelles Denkmal: Die Kirche vermittelt einen tiefen Einblick in die religiöse und kulturelle Lebenswelt Kölns und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt.

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