Weilerhofer See
Highlights
- Der Weilerhofer See in Niederkassel hat eine Fläche von 10,9 Hektar und gilt als eines der zehn wichtigsten Biotop-Seen in Deutschland.
- Das Gewässer beherbergt 77 Vogelarten, darunter 15 Arten aus der Roten Liste, sowie Fischarten wie Zander, Barsch und Hecht.
- Als Naturschutzgebiet SU-022 ist der See eingezäunt, für den Uferbereich gilt ein Betretungsverbot.
Tipps
- Der Weilerhofer See ist ein Naturschutzgebiet und nicht öffentlich zugänglich – ein Besuch des Uferbereichs ist nicht erlaubt.
- Beobachtung von seltenen Vogelarten wie Haubentaucher ist möglich, da der See Zuflucht für 77 Vogelarten bietet.
- Das Gelände wird durch den Naturschutzbund Deutschland betreut, weshalb eine Störung der Tierwelt vermieden werden sollte.
Eigenschaften
Über Weilerhofer See
Der Weilerhofer See befindet sich im Stadtgebiet von Niederkassel im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen. Das rund 10,9 Hektar große Gewässer gilt als eines der bedeutendsten Biotop-Seen Deutschlands und ist unter der Nummer SU-022 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ursprünglich entstand der See durch Auskiesungsaktivitäten, bevor er später als Badesee genutzt wurde. Heute dient er vorrangig dem Naturschutz und beherbergt eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.
Das Gelände um den See ist eingezäunt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein generelles Betretungsverbot im Uferbereich schützt die sensible Natur. Die Pflege und Überwachung des rund 28 Hektar großen Areals erfolgt durch den Naturschutzbund Deutschland. Die umliegenden Flächen umfassen unter anderem Magerwiesen, die gezielt gepflegt werden, unter anderem durch den Einsatz von Ziegen, um sie vor überwuchernden Pflanzenarten zu bewahren.
Der Weilerhofer See beherbergt eine Vielzahl seltener Tierarten. Unter den insgesamt 77 nachgewiesenen Vogelarten befinden sich 15 Arten, die auf der Roten Liste stehen. Dazu zählt beispielsweise der Haubentaucher. Rund 34 Vogelarten brüten am See, darunter unter anderem Sperber, Kiebitz, Turteltaube, Teichrohrsänger, Grünling, Rohrammer und Goldammer. Auch zahlreiche Wildvögel, Gänse und Enten nutzen das Gewässer als Lebensraum.
Im See wachsen verschiedene Algenarten, darunter die Baumleuchteralge sowie die Knäuel-Armleuchteralge. Die Fischwelt umfasst unter anderem Bitterlinge, Gründlinge, Zander, Barsche, Rotaugen und Hechte. Seit der Auswilderung durch die Landesanstalt für Ökologie konnten sich auch Edelkrebse im Gewässer ansiedeln und bilden heute eine stabile Population. Hinzu kommen Großmuscheln, die zur ökologischen Vielfalt des Sees beitragen.