Hahnheimer Bruch
Highlights
- Das Hahnheimer Bruch ist ein 50,34 ha großes Naturschutzgebiet zwischen Hahnheim und Udenheim.
- Es schützt Feuchtwiesen, Schilfröhrichte und naturnahe Selzabschnitte seit 1990.
- Das Gebiet gehört zum EU-Schutzgebietsnetz Natura 2000 und beherbergt über 40 Brutvogelarten.
Tipps
- Das Gelände umfasst naturnahe Bereiche entlang der Selz mit Schilfröhrichten und Feuchtwiesen – geeignet für Beobachtungen von Brutvögeln und Amphibien.
- Östlich des Gebiets verläuft die L 432, westlich die A 63 – erreichbar über diese Straßen von Hahnheim aus.
- Teil des Natura-2000-Netzes und geprägt durch Renaturierungsflächen, die vom Selzverband gepflegt werden.
Eigenschaften
Über Hahnheimer Bruch
Das Hahnheimer Bruch ist ein Naturschutzgebiet im rheinland-pfälzischen Hahnheim und erstreckt sich im Südosten des Ortes. Es liegt im Landkreis Mainz-Bingen und grenzt im Westen an die Gemeinde Udenheim. Das etwa 50 Hektar große Areal wurde in den 1990er Jahren unter Schutz gestellt und bildet heute einen wichtigen Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Es liegt in unmittelbarer Nähe zur Selz, die durch das Gebiet fließt und dessen ökologische Bedeutung maßgeblich prägt.
Das Gelände umfasst ein vielfältiges Landschaftsbild mit naturnahem Bachlauf, Feuchtgrünland, Schilf- und Seggenröhrichten sowie grundfeuchten Ackerflächen. Diese Strukturvielfalt bietet Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter mehrere Brutvogelarten wie Zwergtaucher, Drosselrohrsänger, Sumpfrohrsänger und Bekassine. Auch Fische und Amphibien nutzen die Selz im Hahnheimer Bruch als Laichgewässer. Die Flächen waren bis vor wenigen Jahrzehnten noch intensiv landwirtschaftlich genutzt, ehe sie schrittweise renaturiert wurden.
Die Schutzmaßnahmen im Hahnheimer Bruch wurden unter anderem durch den NABU initiiert, der erste Flächen erwarb, bevor der Selzverband die Trägerschaft übernahm. Das Gebiet ist Teil eines größeren Vogelschutzgebiets entlang des Selztals, das sich bis nach Ingelheim erstreckt. Damit ist es in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 eingebunden, das der Erhaltung bedrohter Arten und Lebensräume dient. Die Schutzverordnung aus dem Jahr 1990 legt die konkreten Schutzzwecke und Regelungen für das Gebiet fest.
Das Landschaftsbild des Hahnheimer Bruchs zeichnet sich durch seine natürliche Dynamik aus. Neben Feuchtwiesen und Brachen erstrecken sich Gehölzbestände sowie verschiedene offene Flächen, die von Wildtieren und Vögeln genutzt werden. Die Selzniederung mit ihren naturnahen Gewässerstrukturen bildet den ökologischen Kern des Gebiets. Die Renaturierung hat dazu beigetragen, die biologische Vielfalt im Gebiet deutlich zu steigern und Lebensräume zu schaffen, die heute von einer Vielzahl an Arten bewohnt werden.