Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück
Highlights
- Der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück wurde 1914 als Begräbnisstätte für französische Kriegsgefangene eingerichtet.
- Er liegt im Kiefernwald auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes zwischen Schmorkauer Straße und Zietscher Weg.
- Insgesamt starben im Ersten Weltkrieg zahlreiche Kriegsgefangene im Lager Königsbrück, darunter Franzosen, Russen, Serben und Italiener.
Tipps
- Der Friedhof liegt im Stadtgebiet von Königsbrück, umgeben von einem Kiefernwald direkt neben dem Truppenübungsplatz.
- Er wurde für Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs eingerichtet, darunter Franzosen, Russen, Serben und Belgier.
- Das Gelände des Friedhofs befand sich früher im militärischen Sperrgebiet, heute ist es öffentlich zugänglich.
Eigenschaften
Ausflug zum Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück - Denkmal und Gedenkstätte in K
Der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück im sächsischen Bautzen ist ein geschichtsträchtiger Ort der Erinnerung und ein wichtiger kultureller Anlaufpunkt für Besucher, die sich mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs auseinandersetzen möchten. Gelegen im ehemaligen Truppenübungsplatzgelände zwischen der Schmorkauer Straße und dem Zietscher Weg, befindet sich der Friedhof inmitten eines kleinen Kiefernwaldes und erinnert eindrucksvoll an das Schicksal zahlreicher Kriegsgefangener, die hier während des Krieges ihr Leben verloren.
Der Friedhof entstand als direkte Folge des Kriegsgefangenenlagers Königsbrück, das 1914 eingerichtet wurde, um die vielen während der Westoffensive gefangenen Soldaten unterzubringen. Unter den Gefangenen befanden sich Franzosen, Russen, Serben und später auch Italiener. Bereits kurz nach Kriegsbeginn wurden die ersten Verstorbenen auf dem städtischen Friedhof begraben, doch aufgrund der wachsenden Zahl an Todesfällen im Lager wurde schnell ein eigener Friedhof innerhalb des militärischen Geländes notwendig. So entwickelte sich an dieser Stelle eine Begräbnisstätte, die bis Kriegsende zahlreiche Kriegsgefangene aufnahm.
Die Inspektion Sachsen, die für die Überwachung mehrerer Kriegsgefangenenlager zuständig war, hatte auch Königsbrück unter Beobachtung. Neben Königsbrück existierten weitere Lager in der Region, darunter in Bautzen, Chemnitz-Ebersdorf und Zwickau. Diese Lager beherbergten insgesamt etwa 2,5 Millionen Kriegsgefangene während des Ersten Weltkriegs. Der Friedhof in Königsbrück steht heute als stiller Zeuge dieser Zeit und erinnert mit seinen Grabstätten an die internationalen Opfer des Krieges. Ein besonderes Element ist der Ehrenhain, der auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes errichtet wurde.
Heute vermittelt der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück einen würdevollen und nachdenklich stimmenden Eindruck. Die ruhige Lage im Waldgelände unterstreicht die Bedeutung des Ortes als Gedenkstätte. Obwohl er sich im Stadtgebiet von Königsbrück befindet, wirkt er abgeschieden und friedvoll – ein Ort der Besinnung und des Respekts vor den Opfern des Krieges. Der Friedhof ist ein wichtiges Zeugnis der regionalen und nationalen Geschichte und lädt dazu ein, innezuhalten und die Erinnerung an die vielen unbekannten Schicksale wachzuhalten.
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Häufige Fragen zu Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück
Wofür wurde der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück genutzt?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück?
Quelle: wikipedia
Welche Nationen waren im Lager Königsbrück vertreten?
Quelle: wikipedia
Wie viele Kriegsgefangene befanden sich 1916 im Lager?
Quelle: wikipedia