Rieseberg-Morde
Highlights
- Rieseberg ist ein Stadtteil von Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt.
- 1933 ermordeten SS-Angehörige elf politische Gegner im Pappelhof bei Rieseberg.
- Der Ort ist durch die Rieseberg-Morde von 1933 traurig bekannt geworden.
Tipps
- Das Gelände des ehemaligen Pappelhofs liegt abseits und ist nicht öffentlich zugänglich, eine Besichtigung ist nur im Rahmen von Führungen möglich.
- Der Friedhof mit den Opfern der Rieseberg-Morde ist im Ortsteil Rieseberg gelegen und kann besucht werden.
- Parkplätze im Ort sind begrenzt, für Besuche des Pappelhofs wird frühzeitige Anreise empfohlen.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Rieseberg-Morde in Königslutter am Elm entdecken
Der Stadtteil Rieseberg in Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt ist vor allem durch ein dunkles Kapitel seiner Geschichte traurig bekannt: die sogenannten Rieseberg-Morde. Am 4. Juli 1933 ermordete die SS elf politische Gegner, darunter Angehörige der SPD und KPD, auf dem Gelände des „Pappelhofs“ – einem ehemaligen Ferienheim für Arbeiterkinder. Die Morde geschahen als Racheakt für den Tod eines SS-Mitglieds in Braunschweig und sollten Abschreckung durch grausame Exempel vermitteln. Die Opfer wurden nach Folterungen und Verhören erschossen und auf dem örtlichen Friedhof verscharrt. Erst in den 1950er Jahren konnten die Leichen exhumiert werden. Heute erinnert ein Denkmal an dieses Verbrechen und mahnt zugleich zum Frieden und zur Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Rieseberg liegt etwa sechs Kilometer nordnordwestlich der Stadtmitte von Königslutter am Elm und grenzt an die Schunterniederung. Der Ortskern erstreckt sich in Form eines langgestreckten Hufeisens und vermittelt einen ruhigen, ländlichen Eindruck. Besonders sehenswert ist die evangelische Kirche, die 1585 erbaut wurde und zur Propstei Königslutter gehört. Südwestlich des Ortes erhebt sich der namensgebende Rieseberg, ein mit 158 Metern über NHN nur mäßig hoher, aber landschaftlich reizvoller Berg aus Muschelkalk. Das umliegende Rieseberger Moor ist Teil eines Naturschutzgebiets und lädt zu Wanderungen und Beobachtungen der regionalen Flora und Fauna ein. Der Name Rieseberg geht auf eine alte Bezeichnung für einen Abhang zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1344 als „Risberghe“, später folgten Varianten wie „Ryseberge“ oder „Rißenberg“. Im Wappen von Rieseberg wird der Ortsname symbolisch dargestellt: Ein grüner Hügel mit einem Baum darauf steht für den „Berg“, während ein silberner Wellenbalken die Gewässer der Region sowie das nahegelegene Moor repräsentiert. Das Wappen wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts offiziell genehmigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der „Pappelhof“ zunächst als Jugendheim des Deutschen Gewerkschaftsbundes genutzt, ehe Rieseberg 1974 in die Stadt Königslutter am Elm eingemeindet wurde. Heute ist das ehemalige Tatortgelände privat genutzt, doch der historische Ort bleibt ein Mahnmal für die Opfer politischer Gewalt. Besucher*innen können sich in der näheren Umgebung über die Geschichte des Ortes informieren und gleichzeitig die friedliche Natur der Region genießen – ein Ort der Erinnerung und der Besinnung.
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Häufige Fragen zu Rieseberg-Morde
Was sind die Rieseberg-Morde?
Quelle: wikipedia
Wo ereigneten sich die Rieseberg-Morde?
Quelle: wikipedia
Warum geschah der Massenmord in Rieseberg?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit den Opfern der Rieseberg-Morde?
Quelle: wikipedia