Kirche/Kloster

Zisterzienserkloster Volkenroda

Gutshof 1, 99998 Körner

Highlights

  • Das Zisterzienserkloster Volkenroda wurde 1131 gegründet und ist die erste Zisterzienserabtei in Thüringen.
  • Heute wird das Kloster von der Stiftung Kloster Volkenroda getragen, die den christlichen Glauben und kulturelles Leben fördert.
  • Seit 1994 lebt hier eine ökumenische Kommunität, die Gastfreundschaft, Begegnung und geistiges Miteinander pflegt.

Tipps

  • Besucher finden im Kloster Volkenroda ein Ort der Ruhe und Begegnung mit vielfältigen Angeboten für Einkehr, Seminare und kulturelle Veranstaltungen.
  • Das Gelände lädt zu Spaziergängen und Besichtigungen ein, dabei verbinden sich historische Bauten mit moderner Gastfreundschaft.
  • Für Übernachtungen und Gruppenbuchungen stehen Unterkünfte auf dem Klostergrundstück zur Verfügung, ideal für Aufenthalte mit spirituellem oder kulturellem Fokus.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Zisterzienserkloster Volkenroda

Das Zisterzienserkloster Volkenroda in Körner, gelegen im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen, ist ein geschichtsträchtiger Ort, der heute als lebendige Begegnungsstätte für Spiritualität, Kultur und Gemeinschaft dient. Ursprünglich 1131 gegründet, zählt es zu den ältesten Zisterzienserklöstern in Thüringen. Auf den Fundamenten einer ehemaligen Pfalzburg entstand hier eine einflussreiche Abtei, die im Laufe der Jahrhunderte reich und angesehen wurde. Das Kloster war nicht nur geistliches Zentrum, sondern auch wirtschaftliche und kulturelle Stütze der Region. Es gründete mehrere Tochterklöster und verfügte über umfangreichen Landbesitz sowie Privilegien, die Wallfahrten und Schenkungen ermöglichten.

Im Zuge historischer Wirren, insbesondere während des Bauernkrieges im 16. Jahrhundert, erlitt das Kloster schwere Zerstörungen. Die rebellierenden Bauern plünderten und brannten Teile der Anlage nieder, wobei wertvolle Bücher und Kunstwerke verloren gingen. Danach ging das Kloster allmählich zurück, bis es schließlich aufgelöst wurde. Jahrhundertelang blieb das Gelände weitgehend ungenutzt, bis es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine neue Bestimmung erhielt. 1994 übernahm die ökumenische Jesus-Bruderschaft das Areal und initiierte umfangreiche Restaurierungsarbeiten, um es wieder zu einem Ort des gemeinschaftlichen Lebens und der geistlichen Einkehr zu machen.

Seit 2005 wird das Kloster durch die Stiftung Kloster Volkenroda getragen, deren Ziel es ist, das christliche Leben sowie kulturelle, soziale und geistliche Bildung zu fördern. Heute empfängt das Kloster Volkenroda Besucher aus nah und fern, die sich auf Tagungen, Seminaren, Konzerten oder spirituellen Angeboten inspirieren lassen möchten. Neben Einzelgästen sind auch Familien, Jugendgruppen und Unternehmen willkommen, die Zeit für Begegnung, Stille und Erneuerung suchen. Das Gelände vereint historische Bausubstanz mit modernen Elementen wie dem Christus-Pavillon und bietet vielfältige Räume für innere und äußere Erneuerung.

Das Kloster versteht sich als Ort des Miteinanders, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfession willkommen sind. Mit einer herzlichen Gastkultur und einem offenen Geist schafft es Raum für Begegnungen mit Gott, mit anderen und mit sich selbst. Neben dem kulturellen und spirituellen Programm wird auch das Projekt eines Gemeinschaftshauses vorangetrieben, das zukünftig Platz schaffen soll für Wohnen, Begegnung und gelebten Glauben. Die Tür steht offen – für alle, die sich auf die Suche nach Tiefe und Sinn begeben wollen.

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