Kirche/Kloster

St. Veit zu Konken von 1124

Kirchenstraße 2, 66871 Konken

Highlights

  • Die evangelische Pfarrkirche St. Veit in Konken wurde 1124 erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1238 Teil der Propstei auf dem Remigiusberg.
  • Nach der Reformation 1538 wurde die Kirche reformiert; 1771 ersetzte ein neuer Saalkirche das mittelalterliche Kirchenschiff, während der Turm erhalten blieb.
  • Die 1889 erbaute Orgel der Gebrüder Stumm aus Rhaun-Sulzbach prägt bis heute den Gottesdienstraum der zentral gelegenen Kirche.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise und sichert ausreichend Stellplätze für Besucher.
  • Die Kirche verfügt über einen großen Versammlungssaal mit zwei profilierten Portalen an der Süd- und Westseite, die den Zugang erleichtern.
  • Die historische Orgel aus dem Jahr 1889 von den Gebrüdern Stumm aus Rhaun-Sulzbach bietet akustische Besonderheiten und ist Teil des kulturellen Erbes.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales St. Veit zu Konken (1124)

Die evangelische Pfarrkirche St. Veit zu Konken zählt zu den ältesten Sakralbauten im Ort und wurde erstmals im Jahr 1124 urkundlich erwähnt. Bereits seit 1238 gehörte sie als Filiale der Propstei auf dem Remigiusberg an, was auf eine frühe Bedeutung des Ortes als religiöses Zentrum hindeutet. Obwohl keine genauen Aufzeichnungen über den Ursprung des Kirchenbaus existieren, wird vermutet, dass bereits im frühen Mittelalter eine erste Kapelle an dieser Stelle stand. Die historische Bedeutung des Ortes zeigt sich auch in der jüdischen Geschichte: Mit rund zehn Prozent der Bevölkerung im Jahr 1825 zählte Konken zu den Gemeinden mit besonders hohem jüdischen Bevölkerungsanteil im damaligen Oberamt Lichtenberg.

Die Reformation fand in Konken bereits 1538 Einzug, als die bis dahin katholische Pfarrei unter lutherischem Einfluss stand. Der heutige Bau entstand jedoch 1771 nach dem Abriss der baufälligen Vorläuferkapelle, die nur etwa zwölf auf sieben Meter maß. Der mittelalterliche Turm blieb zwar erhalten, wurde aber im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Die geräumige Saalkirche mit ihren zwei profilierten Portalen an der Süd- und Westseite prägt bis heute das Ortsbild und dient als zentraler Versammlungsort der Gemeinde.

Ein besonderes Stück regionaler Geschichte bewahrt die Kirche in Form eines Kirchenweistums aus dem Jahr 1539. Zudem zeigt die Orgel aus dem Jahr 1889, erbaut von den Gebrüdern Stumm aus Rhaun-Sulzbach, die künstlerische und handwerkliche Tradition der Region. Die Kirchengemeinde gehörte zeitweise zur Inspektion Limbach und später zum Dekanat Kusel, was die Verbindung zu benachbarten Orten unterstreicht. Auch die Zerstörung eines Denkmals durch Kroaten im Jahr 1622 ist ein historisches Ereignis, das die Kirche als Zeugin regionaler Konflikte und Wandlungen über die Jahrhunderte hinweg dokumentiert.

Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Begegnung und des kulturellen Erbes. Mit einem rollstuhlgerechten Parkplatz und einer gut erhaltenen Ausstattung bietet sie Besuchern und Gläubigen gleichermaßen Raum für Andacht und Information. Die wechselvolle Geschichte – von der mittelalterlichen Kapelle über die Reformation bis zur heutigen evangelischen Gemeinde – macht St. Veit zu Konken zu einem faszinierenden Ausschnitt der regionalen Kirchengeschichte.

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