Ausflug Natur

Zum Esel

78462 Konstanz

Eigenschaften

Ganzjährig

Ausflug Natur Konstanz Zum Esel

Der historische POI „Zum Esel“ in Konstanz ist eng mit der Stadtgeschichte und der patrizischen Kultur des Bodenseeraums verbunden. Ursprünglich bezieht sich der Name auf die ehemalige Zunftstube einer einflussreichen Patriziergesellschaft, die in der Stadt Ravensburg bestand. Diese Vereinigung, bekannt als „Gesellschaft zum Esel“, existierte über mehrere Jahrhunderte hinweg und setzte sich aus angesehenen katholischen Bürgerfamilien zusammen, die maßgeblichen Einfluss auf die Stadtentwicklung und den Handel nahmen. Obwohl die Gesellschaft in Ravensburg ihren Ursprung hatte, bestanden enge Verbindungen zu ähnlichen Gruppierungen in Konstanz, insbesondere zur „Gesellschaft Zur Katz“, was die regionale Bedeutung solcher Zusammenschlüsse unterstreicht.

Die Bezeichnung „Zum Esel“ geht auf das ehemalige Haus Marktstraße Nr. 1 in Ravensburg zurück, das den Namen aus unbekannten Gründen erhielt und später von der Gesellschaft als Versammlungsort übernommen wurde. Die Mitglieder der Gesellschaft unterschieden sich deutlich von anderen Zünften, da sie sich nicht nur dem lokalen Handel widmeten, sondern vor allem im Groß- und Fernhandel tätig waren. Zu den prominenten Familien zählten unter anderem die Humpis, Ankenreute, Erler und von Moosheim. Diese Gruppe verstand sich als „adlige Gesellschaft“ und setzte sich bewusst von den protestantischen Kaufmannszünften ab, wie etwa der „Gesellschaft Zum Ballen“.

Die Gesellschaft spielte eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben Ravensburgs und gab den sogenannten Eselsbrief heraus. Ihre Satzungen wiesen große Ähnlichkeit mit denen anderer patrizischer Vereinigungen im Bodenseeraum auf, was auf enge Verflechtungen und gemeinsame Traditionen hinweist. Neben Ravensburg und Konstanz bestanden solche Verbindungen auch zu Gesellschaften in Lindau und Memmingen. Die Mitglieder der Ravensburger Handelsgesellschaft – einer der frühesten europäischen Aktiengesellschaften – deckten sich weitgehend mit den Teilnehmern der Gesellschaft Zum Esel, was ihre wirtschaftliche Relevanz verdeutlicht.

Obwohl die Gesellschaft zum Esel im Jahr 1818 aufgelöst wurde, bleibt ihr Name ein Symbol für die Macht und den Einfluss patrizischer Strukturen in der Region um den Bodensee. In Konstanz dient der Name „Zum Esel“ heute als Hinweis auf diese historischen Verbindungen und erinnert an die Zeit, als patrizische Netzwerke die politische und wirtschaftliche Landschaft maßgeblich prägten. Der POI ist somit ein kultureller Anhaltspunkt für Besucher, die sich für die mittelalterliche Stadtgeschichte und die Rolle des Handels im süddeutschen Raum interessieren.

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Häufige Fragen zu Zum Esel

Was war die Gesellschaft Zum Esel?
Die Gesellschaft Zum Esel war eine Vereinigung einflussreicher, katholischer Patrizierfamilien in Ravensburg, gegründet 1397 von Johannes II. von Waldburg. Sie bestimmte lange die Stadtgeschichte. {stand}

Quelle: wikipedia

Welche Familien gehörten der Gesellschaft Zum Esel an?
Zu den wichtigsten Familien gehörten die Humpis, Ankenreute, Erler, Gäldrich, Geßler, Täschler, Hüpschli, von Moosheim, Sürg von Sürgenstein und Schmid-Schindele. {stand}

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielte die Gesellschaft Zum Esel in der Wirtschaft?
Die Mitglieder betrieben Groß- und Fernhandel und unterschieden sich damit von den Kleinbürgern der protestantischen Gesellschaft Zum Ballen, die im Detailhandel tätig waren. {stand}

Quelle: wikipedia

Gab es Verbindungen zu anderen Patriziergesellschaften?
Ja, es bestanden enge Kontakte zur Gesellschaft Zur Katz in Konstanz sowie zu Zum Sünfzen in Lindau und Zum goldenen Löwen in Memmingen. {stand}

Quelle: wikipedia

Warum hieß die Gesellschaft Zum Esel?
Der Name leitet sich vom Versammlungsort in der Marktstraße 1 in Ravensburg ab, das wohl zufällig den Namen „Zum Esel“ trug. {stand}

Quelle: wikipedia