Christuskirche St. Konrad
Highlights
- Die Christuskirche St. Konrad ist ein barockes Kirchengebäude in der Konstanzer Altstadt am Bodensee.
- Erhalten gebliebene Ausstattungsstücke umfassen eine Marienstatue von Hans Morinck und Rokoko-Altäre aus dem 18. Jahrhundert.
- Seit 1904 dient die Kirche der altkatholischen Gemeinde und steht seit 1962 unter Denkmalschutz.
Tipps
- Die Christuskirche St. Konrad in Konstanz ist ein barockes Kirchengebäude in der Altstadt, direkt zwischen Münster und Stadttheater gelegen.
- Seit 1904 dient die Kirche der altkatholischen Gemeinde und ist seit 1962 im Besitz von Baden-Württemberg.
- Das Gebäude wurde 2008 bis 2014 umfassend saniert und bietet heute eine beeindruckende barocke Ausstattung sowie ein Scheingewölbe aus den Jahren 1929/30.
Eigenschaften
Über Christuskirche St. Konrad
Die Christuskirche St. Konrad in Konstanz ist ein barockes Kirchengebäude in der Altstadt, gelegen zwischen dem Münster und dem Stadttheater in unmittelbarer Nähe zur Konzilstraße. Ursprünglich als Jesuitenkirche im frühen 17. Jahrhundert errichtet, zählt das Gebäude heute zu den bedeutenden sakralen Bauten der Stadt. Seit 1904 dient es der altkatholischen Gemeinde Konstanz als Gotteshaus und ist somit ein Ort geistlicher wie kultureller Tradition. Das Gebäude steht seit 1962 unter dem Besitz des Landes Baden-Württemberg, das auch für den Erhalt des historischen Bauwerks verantwortlich ist.
Die Architektur der Kirche folgt dem Vorbild römischer Wandpfeilerkirchen und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Ein barockes Tonnengewölbe aus dem späten 17. Jahrhundert prägte lange das Erscheinungsbild des Innenraums, ehe es in den Jahren 1929 bis 1930 durch ein Scheingewölbe ersetzt wurde. Die Innenausstattung im Rokoko-Stil stammt aus dem 18. Jahrhundert und umfasst den Hochaltar mit vergoldeten Silberfiguren, den Marienaltar sowie eine kunstvoll geschnitzte Kanzel. Erhaltene Kunstwerke wie die Marienstatue von Hans Morinck und die Gemälde der Jesuiten-Heiligen im Chor zeugen von der kunsthandwerklichen Qualität der frühen Ausstattung.
Die Kirche verbindet historische Substanz mit einer modernen, offenen Gemeindearbeit. Die altkatholische Gemeinde, die hier seit Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat hat, lebt eine zeitgemäße Auslegung des christlichen Glaubens, geprägt von Gleichberechtigung, Offenheit und familiärer Gemeinschaft. Die Kirche ist generationsübergreifend aktiv, engagiert sich in der Jugendarbeit und spricht mit mehrsprachigen Angeboten auch internationale Besucher an. Neben dem Gottesdienstleben dient die Christuskirche St. Konrad auch als kultureller Raum und lädt mit ihrer offenen Atmosphäre zum Verweilen und Innehalten ein.
Im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten in den Jahren ab 2008 wurde das Äußere der Kirche statisch gesichert und das Innere grundlegend restauriert. Die Arbeiten ermöglichten es, sowohl die architektonischen Besonderheiten als auch die kunstvollen Innenausstattungen weitgehend zu erhalten. Die Kirchenbänke tragen noch immer eingeritzte Inschriften aus der Zeit der Nutzung als Gymnasialkirche, die Namen stadtbekannter Familien aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahren. Diese Spuren der Geschichte unterstreichen den kulturellen Wert des Ortes und machen die Christuskirche St. Konrad zu einem bemerkenswerten Zeugnis der Konstanzer Stadtgeschichte.