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Kollegiatstift St. Stephan, Konstanz
Highlights
- Die Stephanskirche in Konstanz ist die älteste urkundlich erwähnte Kirche der Stadt und wurde erstmals 680 n. Chr. genannt.
- Seit dem 13. Jahrhundert diente sie als Bürger- und Marktkirche und symbolisierte das patrizische Selbstbewusstsein der Stadt.
- Während des Konstanzer Konzills 1414–1418 tagte in der Kirche das Appellationsgericht, die Römische Rota.
Tipps
- Eintritt nur über den Hauptkirchhof möglich
Eigenschaften
Kultur-Ausflug: Kollegiatstift St. Stephan in Konstanz entdecken
Die Kollegiatstiftskirche St. Stephan in der Altstadt von Konstanz zählt zu den bedeutendsten sakralen Baudenkmälern der Stadt. Ursprünglich außerhalb der ersten Siedlung errichtet, liegt die Kirche südlich des ehemaligen Dombezirks und hat seit der Spätantike eine zentrale Rolle im geistlichen und städtischen Leben eingenommen. Heute dient sie als Pfarrkirche innerhalb der katholischen Seelsorgeeinheit Konstanz-Altstadt und zeugt mit ihrer Architektur von verschiedenen Epochen. Die Geschichte der Stephanskirche reicht weit in die Römerzeit zurück. Archäologische und urkundliche Hinweise deuten darauf hin, dass bereits vor der Gründung des Bistums Konstanz Ende des 6. Jahrhunderts ein Gotteshaus auf dem Gelände stand, möglicherweise ein Holzbau, der dem Heiligen Stephan geweiht war. Im frühen Mittelalter entwickelte sich die Stelle zu einem Zentrum regulierten kirchlichen Lebens. Seit dem frühen Mittelalter bestand hier ein Kollegiatstift, das aus einer Gemeinschaft von Chorherren bestand. Die Kirche wurde in der Vergangenheit mehrfach beschädigt und wiederhergestellt, unter anderem während des Ungarneinfalls. Im Hochmittelalter wurde die Kirche im romanischen Stil umgebaut, als sich die umliegende Siedlung stark entwickelte und in die Stadtmauern integriert wurde. In der Folgezeit schuf eine Umgestaltung eine dreischiffige Basilika mit ostorientiertem Chor, deren Portal an der damaligen Hauptstraße lag. Im Laufe der Zeit gewann St. Stephan zunehmend an Bedeutung als Marktkirche und Symbol des bürgerlichen Selbstbewusstseins, insbesondere im Gegensatz zum bischöflichen Dombezirk. Die Stiftsherren stammten überwiegend aus Konstanzer Bürgerfamilien, die auch ihre prominenten Angehörigen hier bestatteten. Ein Höhepunkt in der Geschichte der Kirche war ihre Rolle während des Konstanzer Konzils von 1414 bis 1418, als hier das Appellationsgericht tagte. Ab 1428 begannen umfangreiche gotische Umbauten, die über mehr als siebzig Jahre andauerten und die heutige Gestalt des Bauwerks bestimmten. Dabei wurden die Seitenschiffe verbreitert, das Langhaus verlängert und der Chor erweitert. Ein charakteristischer Glockenturm wurde ab 1483 im Süden des Gebäudes errichtet. Trotz finanzieller Engpässe wurde die gotische Ausstattung mit Maßwerkfenstern und polygonalem Chor weitgehend realisiert. Die Kollegiatstiftskirche St. Stephan steht heute als Zeugnis einer langen und bewegten Geschichte für die Vielschichtigkeit mittelalterlicher Kirchenbaukunst. Ihre besondere Lage in der Konstanzer Altstadt, ihre architektonische Entwicklung sowie ihre Funktion als Pfarrkirche und ehemaliges Stift machen sie zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für alle, die sich für sakrale Architektur und Stadtgeschichte interessieren.
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Häufige Fragen zu Kollegiatstift St. Stephan, Konstanz
Was ist die St. Stephanskirche in Konstanz?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die Stephanskirche erstmals erwähnt?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte St. Stephan im Mittelalter?
Quelle: wikipedia
Wo befindet sich die Stephanskirche in Konstanz?
Quelle: website