Gisi
Highlights
- Die Birresborner Eishöhlen wurden historisch als Eislager und Steinbruch genutzt.
- Heute dienen sie Fledermäusen als Winterquartier und sind saisonal geöffnet.
- Ein Besuch lohnt sich besonders mit festem Schuhwerk und Taschenlampe.
Tipps
- Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe mitbringen, da die Höhlen kalt und unbeleuchtet sind.
- Von den Parkplätzen in der Ortsmitte führt ein kurzer Spazierweg zu den Eishöhlen.
- Besuch nur von April bis Oktober möglich, da die Höhlen im Winter zum Schutz der Fledermäuse geschlossen sind.
Eigenschaften
Über Gisi
Die Birresborner Eishöhlen befinden sich im Ortsteil Gisi der Gemeinde Birresborn im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Der Eingangsbereich der Höhlenanlage liegt direkt am Fuße des Schneifels, eines markanten Vulkans der Eifelregion. Die Höhlen sind Reste ehemaliger Steinbrüche, in denen einst Mühlsteine aus vulkanischem Gestein abgebaut wurden. Diese fanden landesweit Verwendung, unter anderem in der Lederindustrie zur Verarbeitung von Eichenrinde.
Im Laufe der Zeit dienten die Räume unterschiedlichen Zwecken. So wurden sie unter anderem als Eislager genutzt, da sich hier auch in heißen Sommermonaten Temperaturen unter sieben Grad Celsius halten. Während des Zweiten Weltkriegs boten die Höhlen zeitweise Zuflucht. Heute dienen sie Fledermäusen als Winterquartier, weshalb der Zugang zum Naturschutz nur in den Monaten von Mitte April bis Mitte Oktober möglich ist.
Der Weg zu den Eishöhlen ist bequem zu Fuß vom Ortszentrum aus erreichbar. Zwei Parkplätze in unmittelbarer Nähe ermöglichen einen kurzen Spaziergang zum Gelände. Alternativ führt der regionale Wanderweg „Mußepfad Schneifelpfad“ direkt an der Höhleneingang vorbei. Für den Besuch wird festes Schuhwerk sowie eine eigene Lichtquelle empfohlen. Die Höhlen sind kostenlos zugänglich und bieten einen Einblick in geologische und kulturhistorische Prozesse der Region.
Die Gesteinsformationen im Inneren sind naturbelassen und zeigen eindrucksvoll die Auswirkungen vulkanischer Aktivitäten sowie menschlicher Nutzung über Jahrhunderte. Besucher berichten von einer eindrucksvollen Atmosphäre, die durch die Kühle und die unveränderte Struktur der Gänge geprägt ist. Die Höhlen zählen zu den weniger bekannten, aber dennoch bemerkenswerten Kultur- und Naturdenkmälern im Gerolsteiner Land.