Parks & Gärten

Die Erlen

59964 Medebach

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Die Erlen in Medebach umfasst 35,08 Hektar und wurde 2003 ausgewiesen.
  • Es schützt Magerweiden, Feuchtwiesen und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten wie Kiebitz und Blauer Eisenhut.
  • Das Gebiet ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht und grenzt direkt an Medebach an.

Tipps

  • Im Gebiet brüten unter anderem Feldlerche und Neuntöter, daneben sind verschiedene Wiesenbrüter und Heckenbrüter zu beobachten.
  • Das NSG grenzt direkt an den Siedlungsbereich von Medebach und ist über die Landstraße 740 sowie die Kreisstraße 56 in mehrere Teilbereiche unterteilt.

Eigenschaften

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Über Die Erlen

Das Naturschutzgebiet „Die Erlen“ liegt im nordrhein-westfälischen Medebach im Hochsauerlandkreis und erstreckt sich westlich der Ortschaft. Mit einer Fläche von rund 35 Hektar wurde das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und ist Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes „Medebacher Bucht“. Im Osten grenzt es direkt an den Siedlungsbereich von Medebach, während es im Westen und Norden vom Landschaftsschutzgebiet „Medebacher Kernraum“ umgeben ist. Zwei Straßen, die Landstraße 740 und die Kreisstraße 56, trennen kleinere Teilbereiche des Schutzgebietes vom Hauptareal.

Das Gelände des Naturschutzgebietes besteht überwiegend aus einer Grünlandniederung, durch die der Medebach fließt. Geprägt von Magerweiden und Feuchtwiesen, zählt das Gebiet zu den gesetzlich geschützten Biotoptypen nach § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes. Charakteristisch sind die Schlangen-Knöterich-Wiesen sowie kleinere, binsenreiche Nasswiesenbereiche. Entlang des begradigten Gewässers finden sich schmale Uferhochstaudenstreifen und vereinzelt Ufergehölze. Im Gebiet stehen einige Holzschuppen und Einzelsträucher; in der Westhälfte wurde ein trockener, artenreicher Saum sowie eine kleine Blaufichtenanpflanzung angelegt.

„Die Erlen“ bieten Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Zu den brütenden Vogelarten gehören unter anderem die Feldlerche und der Neuntöter. Weitere im Gebiet nachgewiesene Tierarten sind die Bekassine, der Kiebitz, der Wiesenpieper sowie verschiedene Arten wie Goldammer, Grünfink und Sumpfrohrsänger. Die Pflanzenwelt ist vielfältig und umfasst unter anderem Acker-Minze, Echtes Mädesüß, Großen Wiesenknopf, Sumpf-Dotterblume sowie seltene Arten wie die Herbstzeitlose und der Blaue Eisenhut. Die Vielfalt an Grünländern, Weiden und Nassflächen trägt zur Erhaltung unterschiedlicher Feuchtigkeits- und Nährstoffstufen bei.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung und ökologische Entwicklung des grünlandgeprägten Kulturlandschaftskomplexes im Zentrum der Medebacher Bucht. Dabei stehen die Erhaltung der Artenvielfalt sowie der Schutz besonders wertvoller Lebensräume gemäß § 62 des Landschaftsgesetzes NRW im Vordergrund. Das Gebiet schützt nicht nur selten gewordene Biotope, sondern dient auch als Brut- und Rückzugsgebiet für verschiedene Tierarten, darunter einige aus der Roten Liste Nordrhein-Westfalens.

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