Denkmal/Gedenkstätte

4. Fußfall

Schlich 1, 41352 Korschenbroich

Highlights

  • Der 4. Fußfall in Korschenbroich ist ein traditioneller Gang zur Erinnerung an die Kreuzigung Christi.
  • Die Heimatfreunde Glehn pflegen mit Veranstaltungen wie dem 4. Fußfall regionale Bräuche und Geschichten.
  • Martha Lipgens trug 1998 ihr Gedicht „Dä Fooßfall an der Natt“ erstmals bei der Lampefier vor.

Tipps

  • Besucher des 4. Fußfalls in Korschenbroich können an der neu aufgelegten Ortsbegehung teilnehmen, um mehr über die Geschichte des Ortes Glehn zu erfahren.
  • Das Heimatmuseum Glehn bietet Einblicke in die lokale Geschichte und Tradition des Gemeindeortes.
  • Regelmäßige Veranstaltungen der Heimatfreunde Glehn sind auf der Website unter „Termine“ einsehbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über 4. Fußfall

Der vierte Fußfall in Korschenbroich ist ein historischer Wegpunkt, der eng mit der Ortsgemeinde Glehn und deren kulturellen Traditionen verbunden ist. Er bildet Teil eines Rundgangs, der am Karfreitag begangen wird und religiöse wie kulturhistorische Aspekte miteinander verbindet. Die Bezeichnung „Fußfall“ bezieht sich auf eine alte christliche Praxis, bei der Gläubige symbolisch vor bedeutenden Stationen des Kreuzwegs niederknien. In Glehn hat sich diese Tradition bis heute erhalten und wird von den Heimatfreunden aktiv gepflegt.

Die konkrete Bedeutung des vierten Fußfalls ergibt sich aus der örtlichen Lage sowie der damit verknüpften Geschichte. Die Station liegt im rheinisch geprägten Raum des Rhein-Kreises Neuss und spiegelt die tiefgreifenden Verbindungen zwischen sakraler Frömmigkeit und regionaler Identität wider. Die Heimatfreunde Glehn weisen in ihren Veröffentlichungen wiederholt auf die kulturelle Relevanz solcher Stationen hin, die nicht nur religiöse Erinnerungsorte darstellen, sondern auch als Träger mündlicher Überlieferung fungieren. So dient der Gang zu den Fußfällen auch der Weitergabe von lokalen Geschichten und Bräuchen.

Ein Beispiel dafür ist das Gedicht „Dä Fußfall an der Natt“, das 1998 erstmals bei einer Lampefier – einer traditionellen Erzählveranstaltung in der Glehner Mundart – vorgetragen wurde. Es verdeutlicht, wie eng die Stationen mit dem Lebensgefühl und der Sprache der Region verknüpft sind. Die Veröffentlichung des Gedichts in einer regionalen Beilage unterstreicht die Rolle solcher Orte als kulturelle Ankerpunkte. Der vierte Fußfall steht somit exemplarisch für die Verzahnung von Volkskunde, Geschichte und Landschaft im Kulturbereich des Niederrheins.

Die Pflege dieser Traditionen erfolgt durch ehrenamtliches Engagement, wie es von den Heimatfreunden Glehn praktiziert wird. Neben der Aufarbeitung lokaler Geschichten und Bräuche gehören auch Führungen und Veranstaltungen dazu, die das Bewusstsein für die eigene Herkunft stärken sollen. Der vierte Fußfall ist dabei nicht nur ein stiller Gedenkort, sondern auch ein lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Gemeinde. Seine Bedeutung erschließt sich weniger durch monumentale Architektur als vielmehr durch die kontinuierliche Erinnerungskultur, die ihn umgibt.

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