Schunkelhaus
Highlights
- Das Schunkelhaus in Obercunnersdorf ist eines der ältesten Umgebindehäuser, erbaut um 1730.
- Das Gebäude wirkt schrägwinklig und in sich gedreht, was ihm den Namen 'Schunkelhaus' einbrachte.
- Heute dient es als Museum mit originaler Blockstube und Fenstern mit sogenannten „Ritscheln“.
Eigenschaften
Über Schunkelhaus
Das Schunkelhaus in Ebersbach/Sachsen ist eine der ältesten und kleinsten Umgebindehäuser des Ortsteils Obercunnersdorf im Landkreis Görlitz. Es wurde um das Jahr 1730 erbaut und zählt damit zu den historischen Bauten der Region. Auf einer Grundfläche von lediglich 90 Quadratmetern thront das Gebäude schräg und leicht abfallend im Gelände, was ihm sein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Die schräge Bauweise und die leichte Drehung des Hauses vermitteln den Eindruck, als würde es leicht schwanken – eine Eigenart, die ihm den Namen „Schunkelhaus“ einbrachte.
Bis ins Jahr 1990 war das Gebäude bewohnt, ehe es als Museum einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Heute dient es der Erhaltung und Darstellung der regionalen Kulturgeschichte. Besucher können die ursprüngliche Blockstube mit ihren Deckenbalken sowie typische Merkmale wie die sogenannten „Ritscheln“ vor den Fenstern sehen. Diese Holzvorrichtungen dienten einst dazu, Fensterläden bei Wind und Wetter zu sichern. Die originale Einrichtung und der Erhalt des historischen Baustils machen das Schunkelhaus zu einem informativen Zeugnis ländlicher Lebensweise in der Oberlausitz.
Der Zugang zum Schunkelhaus erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Führung. Diese werden von Gästeführern durchgeführt, die in das Museum eintauchen und die Geschichte des Hauses sowie seiner Bewohner anschaulich erzählen. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten können über die Touristinformation bezogen werden, wobei eine Voranmeldung mindestens zwei Stunden vor dem geplanten Besuch erforderlich ist. Der Eintritt beträgt fünf Euro pro Person, eine Bezahlung ist nur in bar möglich.
Besucher berichten von einem besonders gelungenen Erlebnis, wenn sie spontan erscheinen und dennoch an einer Führung teilnehmen dürfen. Die Führung beginnt üblicherweise am „Haus des Gastes“, von wo aus gemeinsam zur historischen Stätte gegangen wird. Auf dem Weg dorthin lassen sich weitere Umgebindehäuser bewundern, während gleichzeitig die historische Bauweise und ihre Entstehung erklärt wird. Die enge Verzahnung von Architektur, Geschichte und Alltag macht das Schunkelhaus zu einem bemerkenswerten kulturellen Ausflugsziel im südostsächsischen Raum.