Kohlstätte Geldenbergse Küll
Highlights
- Die Kohlstätte Geldenbergse Küll ist ein historischer Gedenkstein im Landschaftsschutzgebiet Geldenberg.
- Pastor Siebers initiierte die Erinnerung an das alte Köhlern mit der Inschrift „Kohlstätte Geldenbergse Küll“.
- Das Plateau war früher deutlich sichtbar und diente als Standort für Meiler, nahe einem Wasser liefernden Tümpel.
Tipps
- Geschichtliche Spuren wie die Kohlstätte lassen sich am besten durch eigene Recherche vor Ort entdecken.
- Der ehemalige Standort der Kohlstätte ist heute nur noch durch eine Gedenktafel markiert.
- Für ansprechende Naturerlebnisse lohnt sich ein Spaziergang etwas weiter westlich im Reichswald.
Eigenschaften
Über Kohlstätte Geldenbergse Küll
Die Kohlstätte Geldenbergse Küll liegt im nordrhein-westfälischen Kranenburg im Kreis Kleve. Sie ist ein historischer Ort, der an das alte Handwerk des Köhlerns erinnert. Mitten im Landschaftsschutzgebiet Geldenberg zeugt ein Gedenkstein von der ehemaligen Kohlstätte, an der früher Meiler errichtet wurden, um Holzkohle zu produzieren. Die Bezeichnung „Geldenbergse Küll“ deutet auf die regionale Verbindung zur plattdeutschen Sprache hin, die in der Gegend bis heute gepflegt wird.
Die Köhlerei war ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region. Pastor Siebers, eine zentrale Persönlichkeit der Gegend, hatte maßgeblichen Anteil an der Wiederbelebung des Köhlerns in der Region. Er ließ aus dem Rothaargebirge Fachkräfte holen, die das alte Wissen weitertrugen. Die erste Anlage brannte bereits zu Beginn der 1980er Jahre, was den Beginn einer gewissen Renaissance des traditionellen Handwerks markierte. Die Kohlstätte wurde inmitten eines kleinen Plateaus errichtet, das heute nur noch schwer zu erkennen ist. Lediglich ein ehemaliger Tümpel in der Nähe erinnert noch an die Wasserstelle, die für die Köhlerei unerlässlich war.
Heute ist von der ehemaligen Anlage wenig sichtbar geblieben. Ein schmaler Weg führt zu einer Gedenktafel, die an die Bedeutung des Ortes erinnert, doch von baulichen Überresten oder Ruinen ist nichts mehr zu sehen. Die Stätte liegt abseits der Hauptwege im Waldgebiet und wirkt eher zurückgezogen. Die Umgebung ist landschaftlich geprägt durch sanfte Hügel und Waldflächen, die sich typisch für den Klever Reichswald darstellen. Besucher, die sich für die Geschichte der Region interessieren, finden hier einen ruhigen Ort, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Die Kohlstätte ist Teil eines größeren kulturellen Kontexts, der sich um die Erhaltung und Pflege der plattdeutschen Sprache und regionaler Traditionen dreht. Neben der Gedenktafel gibt es weitere Hinweise auf die lokale Geschichte, etwa in Form von Grabsteinen, alten Wegmarkierungen oder weiteren kulturhistorischen Spuren im umliegenden Reichswald. Die Stelle lädt nicht zum Verweilen ein, doch sie regt zum Nachdenken über die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region an.