Parks & Gärten

Quellen am Stoppelberg

47559 Kranenburg

Highlights

  • Im Gebiet leben geschützte Pflanzen wie Adlerfarn, Faulbaum und seltene Seggenarten in Quellbereichen und Feuchtheiden.
  • Erhalten werden soll der Buchenwald, Alt- und Totholzflächen sowie die naturnahen Teiche und Fließgewässer als Lebensraum seltener Arten.

Tipps

  • Im Norden des Geländes befinden sich größere Sickerquellbereiche, die einen schmalen Bach speisen, umgeben von Seggen und Pfeifengras.
  • Das Gebiet beherbergt mehrere naturnahe Stillgewässer, darunter ehemalige Fischteiche mit Wasser- und Teichlinsen sowie Röhrichtzonen und Weidengebüschen.

Eigenschaften

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Über Quellen am Stoppelberg

Das Naturschutzgebiet „Quellen am Stoppelberg“ liegt im nordrhein-westfälischen Kranenburg im Kreis Kleve. Es erstreckt sich südlich von Nütterden am Nordwestrand des Reichswaldes und umfasst eine Fläche von etwa 3,4 Hektar. Das Gelände fällt leicht nach Nordwesten ab und befindet sich in einer flachen Talmulde. Das Schutzgebiet wurde rechtskräftig festgelegt und ist seit den späten 1990er Jahren offiziell ausgewiesen.

Geprägt wird das Gebiet von einem hallenwaldartigen Buchenwald, in dem auch alte Bäume mit einem Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern vorkommen. Im Norden sind kleinflächig Eichen-, Fichten- und Kiefernbestände eingestreut. Besonderes Merkmal des Naturschutzgebietes sind die im Buchenwald gelegenen Sickerquellbereiche, die einen schmalen Quellbach speisen. Dieser durchfließt das Gebiet in einem naturnahen, wenig eingetieften Verlauf und mündet in mehrere ehemalige Fischteiche. Diese Teiche sind durch Erdwälle voneinander getrennt und werden über Mönche in ihrem Wasserstand reguliert. Mittlerweile sind sie größtenteils naturnah eingewachsen und beherbergen unter anderem Wasserlinsen, Röhrichte, Großseggenrieder sowie Weidengebüsche.

Am Westrand schließt sich an die Teiche eine Pfeifengras-Feuchtheide an, in die sich zunehmend Adlerfarn, Brombeere und verschiedene Strauchgehölze ausbreiten. Ein weiteres stillgewässerähnliches Objekt befindet sich außerhalb des Waldes im Bereich eines Wegedreiecks. Es ist überwiegend von Röhrichten und einem dichten Ufergehölzstreifen umgeben. Diese Feuchtbiotope sind Lebensräume für verschiedene an Feuchtstellen gebundene Pflanzen- und Tierarten und fungieren gleichzeitig als Trittsteinbiotope in der regionalen Landschaft.

Das Schutzziel des Gebietes umfasst den Erhalt und die Entwicklung der Quellbereiche, naturnaher Stillgewässer sowie der alten Laubwaldflächen. Diese sollen als Lebensräume für waldtypische und feuchtgebundene Arten langfristig erhalten und verbessert werden. Dazu zählt auch die Förderung von Alt- und Totholz im Laubwald sowie die Umwandlung der Nadelholzanteile in bodenständige Laubwaldgesellschaften. Lebensraumtypen wie der Hainsimsen-Buchenwald sowie verschiedene Biotoptypen der Feuchtbereiche und Gewässer sind hier besonders schutzwürdig.

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