Museen Haus Lange Haus Esters
Highlights
- Haus Lange & Haus Esters zeigen seit 1955/1981 Kunst von Monet bis Richter – mit Fokus auf Jugendstil, ZERO und Design.
- Aktuell: 15 Räume erzählen in ‚Sammlung in Bewegung‘ Geschichten von Kunst, Handwerk und globalen Sammlungsbeständen.
- Installationen wie ‚Schöne Anarchie‘ (Emma Talbot) und ‚Hohlspiegelobjekte‘ (Adolf Luther) verbinden Tradition mit Gegenwartskunst.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Eingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch beider Häuser.
- Die aktuelle Ausstellung *Schöne Anarchie* zeigt Installationen, die traditionelle Handwerkskunst mit zeitgenössischen Kunstansätzen verbinden.
- Die Sammlung *Haus Lange Haus Esters* umfasst Werke von Monet bis Richter und thematisiert Entwicklungen von Jugendstil bis zur ZERO-Bewegung.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Krefeld-Bockum: Museen Haus Lange Haus Esters
Die Museen Haus Lange Haus Esters in Krefeld-Bockum zählen zu den bedeutendsten kulturellen Schätzen der Region und bieten einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung der modernen und zeitgenössischen Kunst. Gegründet 1897, vereinen die beiden historischen Gebäude seit 1955 (Haus Lange) bzw. 1981 (Haus Esters) unter einem Dach eine einzigartige Sammlung, die von klassischem Jugendstil bis zu avantgardistischen Strömungen wie ZERO reicht. Von Werken des Impressionisten Claude Monet bis zu zeitgenössischen Positionen wie denen von Gerhard Richter spannt sich der künstlerische Bogen – eine Vielfalt, die die Sammlung der Kunstmuseen Krefeld zu einem besonderen Ort der Kunstgeschichte macht.
Besonders hervorzuheben ist der ständige Ausbau der Sammlung, der durch internationale Kooperationen und Ankäufe geprägt ist. Ein Beispiel hierfür ist der Sammlungstausch mit der französischen Partnerstadt Dunkerque, der rund 150 Werke aus der Region in die Ausstellung Hauts-de-France einbrachte. Zudem widmen sich aktuelle Präsentationen wie „Sammlung in Bewegung“ (15 Räume, 15 Geschichten) oder „Schöne Anarchie“ mit Werken von Johan Thorn Prikker und Emma Talbot zentralen Themen der Kunstgeschichte. Die Ausstellungen verbinden traditionelles Handwerk mit moderner Kunst – etwa in der Reihe Kunst x Handwerk, die Dialoge zwischen Design und künstlerischer Praxis erkundet.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermittlung und Teilhabe: Kostenlose Führungen, Workshops und Live-Programme richten sich an ein breites Publikum, von Schulklassen bis zu interessierten Besuchern. Themen wie „Körperdarstellung“ (inspiriert von Gerry Schum und Ursula Wevers) oder die Präsentation außereuropäischer Objekte – unterstützt durch ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Provenienzforschungsprojekt – zeigen die Vielfalt der Sammlung. Auch die Designsammlung wird durch Schenkungen wie die des Düsseldorfer Schmuckdesigners Linda Müller erweitert, die mit einer eigenen Kabinettausstellung gewürdigt wird.
Die Architektur der beiden Häuser selbst ist Teil des Erlebnisses: Das Haus Lange, ein Meisterwerk des Jugendstils, und das Haus Esters, ein Beispiel für klassizistische Eleganz, schaffen eine einzigartige Atmosphäre für die Kunstwerke. Barrierefreiheit ist gewährleistet, sodass alle Besucher:innen die Ausstellungen wie „Acaye Kerunen“ oder die „Hohlspiegelobjekte von Adolf Luther“ – Lichtkompositionen, die den Raum zum Kunstwerk machen – erleben können. Mit einem Eintrittspreis von nur 2 Euro zwischen den Jahren lädt das Museum zudem zu einem besonderen Besuch ein, der Kunst zugänglich und erlebbar macht.
Die Museen Haus Lange Haus Esters sind damit nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein lebendiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart – ein Muss für alle, die sich für die Entwicklung der modernen Kultur begeistern. Durch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm und eine Sammlung, die von Charlotte Perriand bis zu Slavs & Tatars reicht, bleibt das Haus ein inspirierender Ort für Neugierige und Kenner gleichermaßen.