Alte Post Krefeld
Highlights
- Der Verein zeigt seit 20 Jahren Ausstellungen und Publikationen zu Krefelder Künstlern wie Theo Akkermann, Josef Hehl oder Klaus Peter Noever.
- 2023 präsentierte die Alte Post eine Ausstellung zu Hans Joachim Albrecht mit Skulpturen im öffentlichen Raum von Krefeld.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Gebäude.
- Die Ausstellungskonzeption verbindet historische Kunstwerke mit zeitgenössischen Werken, wodurch sich Entwicklungen der regionalen Kunstszene nachvollziehen lassen.
- Ein Begleitprogramm mit Führungen und Gesprächsrunden vertieft das Verständnis für die ausgestellten Werke und deren künstlerischen Kontext.
Eigenschaften
Alte Post Krefeld – Kulturdenkmal entdecken
Die Alte Post Krefeld ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum in der niederrheinischen Stadt Krefeld und beherbergt seit über zwei Jahrzehnten den Verein „Kunst und Krefeld“. Gegründet von Roswitha Hirner, Hans Joachim Albrecht, Karl Amendt und Christoph Tölke, entstand aus dem Wunsch heraus, der Krefelder Kunst- und Kunstgeschichte eine dauerhafte Heimat zu geben. Das historische Gebäude vereint somit architektonisches Erbe mit lebendiger Kunstszene und fungiert als Plattform für Ausstellungen, Publikationen und künstlerische Projekte.
Das Programm des Vereins ist vielfältig und reicht von Einzelpräsentationen lokaler Künstler bis hin zu thematischen Gruppenausstellungen. Besonders hervorzuheben sind die Schwerpunkte auf zeitgenössischer und regionaler Kunst, wie etwa die Retrospektiven zu Werken von Klaus Peter Noever oder Will Cassel. Die Ausstellung „60 Jahre und Meer“ präsentierte beispielsweise ein Künstlerbuch als Mikrokosmos der Gegenwartskunst, während die Schau zu Heinz von der Way sein Lebenswerk als Krefelder Künstler würdigte. Auch historische Strömungen werden aufgegriffen, etwa durch die Ausstellung zur Gruppe 45, die Künstler wie Theo Akkermann oder Ferdinand Brauer ehrte – beide prägten maßgeblich die Kunstszene des Niederrheins im 20. Jahrhundert.
Die Alte Post verbindet dabei Tradition mit Innovation: Neben klassischen Ausstellungen werden auch zeitgenössische Formate wie kinetische Objekte oder Spraygrafittis präsentiert, die die Grenzen zwischen Kunst und öffentlichem Raum neu definieren. Die enge Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Krefeld und anderen lokalen Institutionen sichert zudem den Erhalt und die Vermittlung des kulturellen Erbes. So entstand etwa eine Doppelausstellung mit dem Krefelder Kunstverein, die aktuelle Positionen mit historischen Sammlungen verknüpfte.
Das Gebäude selbst trägt mit seiner historischen Substanz zur Besonderheit des Ortes bei. Als ehemaliger Postbau verkörpert es den Wandel von Verwaltung zu Kulturort – ein Symbol für die lebendige Transformation urbaner Räume. Die Alte Post Krefeld bleibt damit nicht nur ein Ort der Kunst, sondern auch ein Zeugnis der regionalen Identität und des kreativen Austauschs im Niederrhein.
Für Besucher bietet der Ort eine einzigartige Mischung aus künstlerischer Vielfalt und lokaler Geschichte. Ob durch die Präsentation von Glasmalereien, Skulpturen oder historischen Fotografien – die Ausstellungen spiegeln die Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wider. Die Alte Post bleibt damit ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für Kulturinteressierte, die die Dynamik der Krefelder Kunstlandschaft erleben möchten.