Denkmal/Gedenkstätte

Bussmühle/bruchmühle

Bergstraße 2-4, 47829 Krefeld

Highlights

  • Die Bussmühle ist eine denkmalgeschützte Turm-Holländerwindmühle in Krefeld-Uerdingen, erbaut 1795.
  • Sie wurde auch Bruchmühle genannt, nach ihrem Standort am Uerdinger Bruch.
  • Nach 1930 stillgelegt, wurde sie in den 1990er Jahren restauriert und 2012 zu Wohnräumen umgebaut.

Tipps

  • Die Bussmühle ist eine restaurierte Turm-Holländerwindmühle aus dem Jahr 1795 und heute unter Denkmalschutz.
  • Ursprünglich als Getreidemühle genutzt, wurde sie in den 1990er Jahren außen restauriert, aber innen zu Wohnräumen umgebaut.
  • Auf dem Gelände gab es früher auch eine Bäckerei, die frische Backwaren anbot.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Bussmühle/bruchmühle

Die Bussmühle, auch Bruchmühle genannt, ist eine denkmalgeschützte Turm-Holländerwindmühle in Krefeld-Uerdingen und zählt heute zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Errichtet im späten 18. Jahrhundert, diente sie ursprünglich dazu, den wachsenden Bedarf an Mehl in der damaligen Stadt Uerdingen zu decken. Aufgrund ihres Standortes auf dem sogenannten Bruchfeld am Uerdinger Bruch erhielt sie den alternativen Namen „Bruchmühle“. Anfangs wurde sie auch als „Neue Mühle“ bezeichnet, um sie von der älteren Uerdinger Stadtmühle, dem heutigen Eulenturm, abzugrenzen.

Im Laufe der Jahrzehnte wechselte der Besitz der Mühle mehrfach. 1831 kamen beide Uerdinger Windmühlen in den Besitz des Krefelder Müllers Terhegen, später gelangten sie an die niederrheinische Müllerfamilie Hermanns-Hardering und wurden fortan auch als „Hermannsmühle“ bekannt. Im Jahr 1896 heiratete eine Erbin der Mühle, Enkelin des früheren Müllers Wenzel Hardering, den Müller Carl Buss. Das Ehepaar übernahm den Betrieb, und seitdem trägt die Mühle den Namen „Bussmühle“. Die Familie errichtete zudem eine eigene Bäckerei, in der das gemahlene Mehl zu Backwaren verarbeitet wurde.

Der Mühlenbetrieb wurde bis in die frühen 20. Jahrhunderts fortgeführt, zunächst noch mit Windkraft, später jedoch mit Unterstützung von Motoren. Die Flügel der Mühle wurden zwischen 1910 und 1915 abgebaut. Nach der endgültigen Stilllegung Anfang der 1930er Jahre blieb das Gebäude über mehr als sechzig Jahre weitgehend ungenutzt. In den 1990er Jahren erfolgte eine umfassende Restaurierung des äußeren Erscheinungsbildes. Dabei erhielt die Mühle ein neues Flügelkreuz nach historischem Vorbild, welches jedoch nicht mehr an das ursprüngliche Mahlwerk angeschlossen war.

Heute ist die Bussmühle unter der Denkmalliste der Stadt Krefeld registriert und trägt die Nummer 374. Das Gebäude ist äußerlich gut erhalten, wurde jedoch im Jahr 2012 innen zu Wohnräumen umgebaut. Technische Einrichtungen der ehemaligen Mühle sind nicht mehr vorhanden. Dennoch bleibt das Bauwerk ein eindrucksvolles Zeugnis niederrheinischer Mühlenbaukunst und Industriekultur. Architektonisch zählt die Bussmühle zu den typischen runden Backsteintürmen der niederrheinischen Turmholländer, wie sie regional verbreitet waren.

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