Kirche/Kloster

St. Josef

Südstraße 84, 47798 Krefeld

Highlights

  • Die Kirche St. Josef in Krefeld-Mitte wurde 1887–1890 im Stil der romanischen Basilika erbaut.
  • 1898 erhielt sie ihre 65 Meter hohen Türme und eines der tiefsten historischen Geläute des Rheinlands.
  • Nach Kriegszerstörung 1943 wurde sie bis 1945 wiederaufgebaut und beherbergt heute die Initiative „das tägliche Brot“.

Tipps

  • Die St. Josef-Kirche in Krefeld-Mitte ist eine imposante Backsteinbasilika mit romanischem Einfluss, gebaut 1887–1890 nach Plänen von Pickel und Quester.
  • Besucher finden ein beeindruckendes Rundbogenportal im Westwerk sowie farbige Fenster von Wilhelm Buschulte in den Seitenchören.
  • Die Kirche verfügt über ein historisches Glockengeläut mit fünf Glocken und ist heute Teil der Pfarrei Papst Johannes XXIII.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Josef

Die St. Josef-Kirche in Krefeld ist eine katholische Kirche, die sich im Stadtteil Krefeld-Mitte befindet. Sie wurde zwischen 1887 und 1890 als Filialkirche der Pfarrei St. Dionysius errichtet und später in eine eigenständige Pfarrei umgewandelt. Der Entwurf stammt von den Düsseldorfer Architekten Pickel und Quester und orientiert sich an der romanischen Kirche St. Kastor in Koblenz. Die Kirche gilt mit einer Fläche von 1660 Quadratmetern als eine der größten in Krefeld. Ihre beiden 65 Meter hohen Türme, die 1898 errichtet wurden, prägen das Stadtbild. Besonders bemerkenswert ist das Rundbogenportal im Westwerk mit reichhaltiger architektonischer Ausschmückung.

Die Kirche verfügt über ein beeindruckendes Geläut aus fünf Glocken, die erstmals am Vorabend des deutschen Katholikentages im Jahr 1898 erklangen. Während des Bombenangriffs auf Krefeld im Zweiten Weltkrieg brannten die Türme und das Dach aus, doch bereits im selben Jahr konnte wieder Gottesdienst gefeiert werden, dank des schnellen Engagements der Gemeindemitglieder. In den 1960er Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert, wobei einige originale Ausstattungsstücke verloren gingen. 1990 wurde eine neue Orgel mit 39 Registern eingeweiht, die von der Firma Stockmann aus Werl stammt.

Architektonisch zeigt sich St. Josef als dreischiffige Basilika mit Querhaus, dessen Breite nur wenig über das Langhaus hinausragt. Der Chor ist von polygonalen Seitenchören flankiert, in denen sich die Tauf- und die Marienkapelle befinden. Diese Kapellen sind mit farbenfrohen Fenstern des Künstlers Wilhelm Buschulte ausgestattet. Die Türme des Westwerks sind viergeschossig und enden in spitzen Helmen, die nach dem Krieg nicht wieder aufgeführt wurden. Die Kirche fügt sich unaufdringlich in die umgebende Wohnbebauung ein und wirkt dennoch durch ihre monumentale Gestalt eindrucksvoll.

Seit 2008 ist St. Josef eine Filialkirche der neu gegründeten Pfarrei Papst Johannes XXIII., die aus mehreren ehemaligen Pfarreien hervorgegangen ist. Zukünftig soll die Kirche zu einer sogenannten „Caritaskirche“ ausgebaut werden, die soziale Dienste im pastoralen Raum übernimmt. Seit 2025 beherbergt sie auch die Initiative „das tägliche Brot“, die wöchentlich Lebensmittel an mehrere hundert Bedürftige verteilt. Die Kirche steht somit nicht nur als sakraler Ort im Stadtzentrum, sondern auch als soziales Zentrum für die Gemeinde.

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