Ausflug Natur

Der Burgwall von Malitschkendorf

Hauptstraße 21, 04936 Kremitzaue

Highlights

  • Der Burgwall von Malitschkendorf hat eine Fläche von etwa 3,3 Hektar und diente einst als Kult- und Fluchtstätte.
  • Erstmals erforscht wurde der Wall zwischen 1826 und 1833 vom Schliebener Arzt Friedrich August Wagner.
  • Archäologisch gehört der Wall später der Billendorfer Kultur an.

Tipps

  • Der Burgwall von Malitschkendorf ist eine archäologische Fläche von etwa 3,3 Hektar und eignet sich für Spaziergänge und historisches Interesse.
  • Die Ortslage Malitschkendorf entstand als Straßendorf entlang der heutigen Hauptstraße, was sich noch heute erkennen lässt.
  • Nordwestlich des Ortes fließt der Malitschkendorfer Mühlgraben in die Kremitz, was eine lohnenswerte Naturlandschaft ergibt.

Eigenschaften

Ganzjährig

Ausflug Natur: Der Burgwall von Malitschkendorf in Kremitzaue

Der Burgwall von Malitschkendorf ist eine bedeutende archäologische Stätte in der Gemeinde Kremitzaue im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Diese erhabene Wallanlage liegt nordwestlich des Ortsteils Malitschkendorf und zeugt von einer Siedlungsgeschichte, die bis in die jüngere Eisenzeit zurückreicht. Mit einer Grundfläche von etwa 3,3 Hektar bot der Burgwall einst Schutz und diente möglicherweise als Kult- und Fluchtstätte in einem damals sumpfigen Gebiet zwischen Malitschkendorf und Schlieben. Die Anlage wurde später der Billendorfer Kultur zugeordnet und bereits im 19. Jahrhundert vom Schliebener Arzt und Archäologen Friedrich August Wagner erforscht.

Die Lage des Burgwalls inmitten einer einst weitläufigen Feuchtlandschaft unterstreicht seine strategische Bedeutung in der Region. In unmittelbarer Nähe mündet der Malitschkendorfer Mühlgraben in die Kremitz, was Hinweise auf die historische Bedeutung der Wasserwege als natürliche Verkehrs- und Verteidigungsgrenzen liefert. Obwohl der Standort zeitweise mit der in Thietmars Chronik erwähnten Slawenburg Liubusua in Verbindung gebracht wurde, ist diese These heute weitgehend widerlegt. Dennoch bleibt der Burgwall ein eindrucksvolles Zeugnis slawischer Besiedlung und früher Kultur in der südbrandenburgischen Elbe-Elster-Region.

Malitschkendorf selbst entwickelte sich im Mittelalter zu einem typischen Straßendorf entlang wichtiger Verkehrswege. Erste urkundliche Erwähnungen datieren aus dem 13. Jahrhundert, und bereits im späten Mittelalter war eine strukturierte Dorfgemeinschaft mit Gärtner- und Hüfnerstellen vorhanden. Auch eine Dorfmühle ist vom 18. bis ins 19. Jahrhundert hinein belegt. Die wechselvolle Geschichte des Ortes spiegelt sich in den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges wider, der zu erheblichen Einbußen an Siedlungsstruktur und Bevölkerung führte. Heute erinnert der Burgwall nicht nur an die slawische Vergangenheit, sondern lädt auch Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte zu Erkundungsgängen in die urbane und kulturelle Geschichte der Region ein.

Der Ortsteil Kremitzaue liegt verkehrsgünstig an der Kreisstraße 6240, etwa fünf Kilometer südwestlich von Schlieben. Die unmittelbare Nähe zur Stadt sowie die ruhige, landschaftlich geprägte Umgebung machen den Burgwall von Malitschkendorf zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte. Die Besucher können nicht nur die archäologischen Spuren erkunden, sondern auch die umliegende Agrarlandschaft genießen, die den Charakter eines aktiven Landwirtschaftsbetriebs trägt und somit einen authentischen Einblick in die moderne Nutzung der Fläche bietet.

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Häufige Fragen zu Der Burgwall von Malitschkendorf

Wo befindet sich der Burgwall von Malitschkendorf?
Der Burgwall von Malitschkendorf liegt nordwestlich des Ortes an der Kreisstraße 6240, etwa 5 Kilometer südwestlich von Schlieben in der Kremitzaue. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Funktion hatte der Burgwall von Malitschkendorf?
Der Burgwall diente vermutlich als Kult- und Fluchtstätte in einem ehemaligen Sumpfgebiet und ist der Billendorfer Kultur zuzuordnen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der Burgwall von Malitschkendorf erforscht?
Der Burgwall wurde zwischen 1826 und 1833 vom Schliebener Arzt Friedrich August Wagner erforscht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es archäologische Funde am Burgwall von Malitschkendorf?
Ja, Siedlungsspuren aus der jüngeren Eisenzeit wurden in der Gemarkung gefunden. Der Wall wurde archäologisch untersucht und zudem der Billendorfer Kultur zugeordnet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia