Kirche/Kloster

St. Martin (Kroppenstedt)

Pfarrbereich Gröningen, Am Kirchhof 6, 39397 Kroppenstedt

Highlights

  • Die St. Martin Kirche in Kroppenstedt stammt teilweise aus dem 12. Jahrhundert und ist dem heiligen Martin geweiht.
  • Das Kirchengebäude vereint romanische, gotische und renaissancezeitliche Bauelemente in einem asymmetrischen Grundriss.
  • Besondere Merkmale sind die barocken Portale von 1616 und 1678 sowie ein Portal mit spätgotischer Gestaltung aus 1593.

Tipps

  • Besuchen Sie das gut erhaltene Museum in der St. Martin Kirche, das einen Einblick in die Geschichte des Ortes bietet.
  • Achten Sie auf die besondere Architektur der Kirche mit ihren verschiedenen Baustilen und dem romanischen Turm.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die kunstvoll gestalteten Fassaden und das historische Portal am südlichen Seitenschiff zu betrachten.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Martin (Kroppenstedt)

Die evangelische Kirche St. Martin in Kroppenstedt im sachsen-anhaltischen Landkreis Börde zählt zu den bemerkenswerten sakralen Bauten der Region. Das Kirchengebäude vereint verschiedene Baustile und Epochen und zeugt von einer langen und bewegten Geschichte. Der älteste erhaltene Teil ist der westliche Kirchturm, dessen untere Mauern noch aus einem romanischen Vorgängerbau stammen, der bereits im Mittelalter dem Heiligen Martin geweiht war. Im oberen Turmteil befinden sich spitzbogige Schallöffnungen, und an der Turmmauer sind Reste eines mittelalterlichen Kreuzigungsreliefs zu erkennen.

Das Kernstück des Kirchenschiffs entstand Ende des 15. Jahrhunderts. Es handelt sich um eine Hallenkirche mit einem Fünfachtelschluss im Osten. Ursprünglich umfasste das Gebäude ein Hauptschiff sowie je ein nördliches und südliches Seitenschiff. Beide Seitenschiffe wurden später nach Westen verlängert und bilden gemeinsam mit dem Turm den westlichen Abschluss. Ende des 16. Jahrhunderts wurde ein weiteres südliches Seitenschiff angebaut, um den wachsenden Platzbedarf der Gemeinde zu decken. Dieser Anbau erhielt eine prächtige Renaissancefassade mit reich gegliederten Giebeln, Pilastern und Voluten, die das heutige Erscheinungsbild der Kirche maßgeblich prägt. Das Portal und die Fenster dieses Anbaus stammen aus dem späten 16. Jahrhundert, sind jedoch in spätgotischer Form gehalten.

Im nördlichen Seitenschiff befinden sich zwei barocke Portale, die vermutlich um 1616 unter der Mitwirkung von Christoph Dehne entstanden. Die sogenannte Brauttür aus dem Jahr 1678 ist reich geschnitzt und zählt zu den kunstvollen Highlights der Kirche. Ursprünglich von Figuren der Evangelisten umgeben, sind heute noch drei dieser Skulpturen erhalten. Die Sakristei südlich des Hauptschiffs ist mit einem Tonnengewölbe überwölbt. Das Dach des Kirchengebäudes ist steil und fasst jeweils eineinhalb Joche zusammen. Die Breite des Chors entspricht der des Mittelschiffs.

Weitere Besonderheiten sind die im Turm untergebrachten Glocken, darunter eine aus dem frühen 15. Jahrhundert stammende Bronzeglocke, die volle Stunden schlägt, sowie eine Viertelstundenglocke aus dem späten 17. Jahrhundert. Ergänzt werden diese durch zwei Stahlglocken aus dem Jahr 1928. Eine mechanische Turmuhr aus dem Jahr 1919 und eine historische Sonnenuhr aus dem 16. Jahrhundert runden das architektonische und kulturhistorische Profil der Kirche ab. Die St. Martin Kirche gilt als gut erhalten und gepflegt und beherbergt zudem ein sehenswertes Museum, das Besucher*innen auf eine anschauliche Weise in die Geschichte des Ortes und des Gotteshauses einführt.

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