Burg/Schloss

Osterburg

An d. Osterburg 1, 26736 Krummhörn, Deutschland

Highlights

  • Die Osterburg ist eine erhaltene hochmittelalterliche Wasserburg in Groothusen, Krummhörn.
  • Sie liegt am östlichen Ende der Langwurt und ist über eine steinerne Brücke zugänglich.
  • Bis ca. 1490 unbebaut, zählt sie heute zu den ältesten Profangebäuden Ostfrieslands.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Osterburg

Die Osterburg in Groothusen, einem Ortsteil der Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich, ist eine der bedeutendsten historischen Wasserburgen Ostfrieslands. Als eine der sogenannten ostfriesischen Häuptlingsburgen des Steinhaustypus Saalbau zählt sie zu den ältesten Profangebäuden der Region und ist ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Baukunst. Die Burg liegt am östlichen Ende des ländlichen Warfendorfes und thront leicht erhöht drei Meter über dem Meeresspiegel mit Blick Richtung Deich und Nordsee. Sie ist umgeben von einer Graft und nur über eine steinerne Brücke zu erreichen, was ihr bis heute etwas Geheimnisvolles und Ursprüngliches verleiht.

Die Geschichte der Osterburg ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Dorfes Groothusen, das im Mittelalter ein wichtiges Zentrum im Emsigerland war. Während die Westerburg als „prinzipale erfhues“ galt, entstand die Osterburg im Zuge einer Aufteilung der Macht zwischen weltlicher und kirchlicher Autorität – hier residierte der Dekan. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Heute zeugt ihr architektonischer Komplex aus mehreren Bauphasen von dieser bewegten Vergangenheit. Das Kernstück bildet ein Saalbau aus dem späten 15. Jahrhundert, an den im 16. Jahrhundert weitere Flügel angebaut wurden. Spätere Ergänzungen wie die Gulfscheune im 18. Jahrhundert unterstreichen die kontinuierliche Weiterentwicklung des Anwesens durch die Eigentümerfamilie.

Die Osterburg ist nicht nur ein geschichtsträchtiges Bauwerk, sondern auch in einen parkähnlichen Garten eingebettet, der zusätzliche Reize bietet. Der sorgsam angelegte Park mit historischem Baumbestand, eine Lindenallee und ein sogenannter „lost garden“ laden zum Verweilen ein. Besucher berichten von einer besonders malerischen Allee, die sich links der Burg entlangzieht und eine lohnenswerte Entdeckungstour ermöglicht. Auch ein kleiner Weg in ein angrenzendes Wäldchen birgt Überraschungen, darunter eine Box, die weitere Informationen bereithält. Diese Kombination aus Architektur, Natur und Geschichte macht die Osterburg zu einem lohnenswerten Ausflugsziel im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer.

Heute befindet sich die gesamte Burganlage im Privatbesitz, weshalb eine Voranmeldung für Führungen durch die historischen Räume erforderlich ist. Neben der Burg selbst beherbergt das Gelände auch das Lüsthuus, ein stilvoll saniertes Teehaus aus dem Jahr 1819, das als Ferienunterkunft genutzt werden kann. Ein Restaurant und Café auf dem Gelände bieten zudem kulinarische Genüsse, die den Besuch der Osterburg zu einem rundum gelungenen Erlebnis machen. Mit ihren über 500 Jahren alten Bauteilen, der malerischen Lage und der tiefen Verwurzelung in die ostfriesische Geschichte ist die Osterburg ein kulturelles Juwel in Krummhörn.

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