Kirche/Kloster

Andreaskirche Kuddewörde - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kuddewörde

Am Brink 2a, 22958 Kuddewörde

Highlights

  • Die Andreaskirche Kuddewörde wurde um 1500 aus Feld- und Backsteinen erbaut und durch einen 1959 errichteten Turm ergänzt.
  • Die Kirche bietet rollstuhlgerechten Zugang, Parkplatz und WC sowie historische Ausstattungsstücke wie ein 1500er Kruzifix und barocke Altarleuchter.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Andreaskirche und den anschließenden Besuch der Innenräume.
  • Ein barrierefreier Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe der Kirche zur Verfügung, um die Anreise mit einem Rollstuhl oder mobilitätseingeschränkten Fahrzeugen zu erleichtern.
  • Ein behindertengerechtes WC ist in der Nähe des Kirchengebäudes vorhanden und bietet Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine komfortable Nutzung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Andreaskirche Kuddewörde: Sakrale Kultur in Kuddewörde

Die Andreaskirche Kuddewörde der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Kuddewörde ist ein historisches Wahrzeichen im Herzen des Ortes und ein Ort der Begegnung für Gläubige und Besucher. Mit ihrer bewegten Geschichte und der einzigartigen Architektur verkörpert sie den kulturellen und spirituellen Kern der Region. Die Kirche ist ein beliebter Ausflugsziel für alle, die sich für sakrale Baukunst und regionale Traditionen interessieren.

Ursprünglich gehörte das Kirchspiel Kuddewörde im 13. Jahrhundert auch zum Dorf Möhnsen, das später dem Kirchspiel Basthorst zugeordnet wurde. Die Andreaskirche selbst entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts aus Feld- und Backsteinen und überstand im Dreißigjährigen Krieg schwere Zerstörungen. Nach Berichten von Pastor Wenger wurden 1628 Truppen unter Tilly und Wallenstein aktiv, die das Kirchenschiff plünderten und das Gestühl verbrannten. Dennoch bewahrte die Kirche trotz dieser Prägungen ihren Charakter und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu gestaltet.

Ein markantes Merkmal der Andreaskirche ist ihr Turm, der erst 1959 nach einem Entwurf des Hamburger Architekten Gert Johannsen errichtet wurde. Der aus Feldsteinen gefügte Turm erhielt 1995 eine kupferne Verkleidung, die ihm ein modernes, aber harmonisches Aussehen verleiht. Das Innere der Kirche wurde 1871 durch Landesbauinspektor Lohmeyer im englischen Tudorstil umgestaltet. Dabei entstanden drei Schiffe durch hölzerne Bündelpfeiler, die mit einer Holzdecke abgeschlossen wurden. Gleichzeitig wurden mittelalterliche und barocke Ausstattungsstücke wie der ursprüngliche Altar und die Kanzel verkauft und durch einen neuen Kanzelaltar ersetzt.

Die Andreaskirche beherbergt eine vielfältige Sammlung historischer und künstlerischer Schätze. Dazu gehören das Kruzifix über dem Altar aus dem 16. Jahrhundert, ein Abendmahlsbild an der Orgelempore aus dem späten 17. Jahrhundert sowie eine Figur der Maria mit Kind an der Südwand aus dem 18. Jahrhundert. Jüngere Stücke wie die Altarleuchter von 1865 und ein eiserner Kronleuchter aus der Zeit nach 1871 ergänzen das Ensemble. Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Ort der Kultur, an dem regelmäßig Gottesdienste mit musikalischem Schwerpunkt stattfinden.

Die Andreaskirche ist barrierefrei gestaltet und bietet rollstuhlgerechten Zugang sowie einen rollstuhlgerechten Parkplatz. Auch ein behindertengerechtes WC steht Besuchern zur Verfügung. Die Kirchengemeinde lädt alle ein, aktiv mitzugestalten – sei es durch Teilnahme an Gottesdiensten, Taufen, Trauungen, Trauerfeiern oder anderen Segenshandlungen. Die Kirche ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern ein lebendiger Ort des Austauschs und der Gemeinschaft im ländlichen Raum.

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