Denkmal/Gedenkstätte

Große Dhünn-Talsperre

Lindscheid 17, 42929 Wermelskirchen

Highlights

  • Die Große Dhünn-Talsperre sichert selbst bei Trockenheit eine Mindestwasserführung in der Dhünn und speichert Trinkwasser.
  • Seit 2015 nutzt die Talsperre einen Thermorüssel zur Energiegewinnung durch Temperaturunterschiede im Wasser.
  • Die Ausstellung ‚Wasser verbindet‘ zeigt die historische und technische Bedeutung der Talsperre für die Wasserwirtschaft.

Tipps

  • Die Ausstellung ‚Wasser verbindet‘ im Forum Aqualon zeigt interaktive Informationen zur Wasserwirtschaft und zum Aufbau der Talsperre im Dhünn-Tal.
  • Der Thermorüssel an der Talsperre sorgt seit 2015 für eine kontrollierte Durchströmung der Dhünn, selbst bei niedrigem Wasserstand.
  • Ein barrierefreier Rundweg entlang des Staudamms ermöglicht auch Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Zugang zur Aussichtsplattform.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Große Dhünn-Talsperre – Kulturdenkmal in Wermelskirchen

Die Große Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen ist ein bedeutendes technisches und landschaftliches Wahrzeichen im Wuppertal. Als Teil des Wassermanagements des Wupperverbandes sichert sie seit Jahrzehnten die Trinkwasserversorgung und die Gewässerqualität in der Region. Der Stausee entstand im Rahmen der historischen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts, als die Industrialisierung – insbesondere die Textilindustrie – die Flüsse wie die Dhünn stark belastete. Durch den Bau der Talsperre wurde nicht nur die Wasserqualität verbessert, sondern auch eine stabile Grundwasserneubildung gewährleistet, die selbst in Trockenphasen eine Mindestwasserführung in der Dhünn aufrechterhält.

Ein besonderes Highlight am Standort ist das Forum Aqualon am Staudamm, das mit der interaktiven Ausstellung „Wasser verbindet“ Einblicke in die Wasserwirtschaft des Einzugsgebiets bietet. Besucher erfahren hier spielerisch und informativ, wie das komplexe System aus Talsperren, Kanälen und Kläranlagen funktioniert – von der Gewinnung bis zur Wiederverwendung des Wassers. Die Ausstellung verbindet moderne Technik mit regionaler Geschichte und zeigt, wie der Wupperverband seit seiner Gründung 1930 über kommunale Grenzen hinweg für ein nachhaltiges Wassermanagement sorgt.

Ein modernes Beispiel für die Innovationskraft der Region ist der seit 2015 betriebene Thermorüssel an der Talsperre. Dieses System nutzt die natürliche Wärme des Wassers, um Energie zu gewinnen und so den ökologischen Fußabdruck des Verbands zu verringern. Solche Lösungen unterstreichen die Bedeutung der Talsperre nicht nur als technische Infrastruktur, sondern auch als Vorbild für umweltfreundliche Wassernutzung im Bergischen Land.

Die Große Dhünn-Talsperre ist damit mehr als nur ein See: Sie ist ein lebendiges Dokument der regionalen Wasserwirtschaft und ein Ort, an dem Natur, Technik und Geschichte aufeinandertreffen. Ob zum Spaziergang, zur Information oder zur Erholung – der Stausee bietet für jeden etwas und lädt ein, die Bedeutung des Wassers für das Wuppertal neu zu entdecken. Die Ausstellung und die umliegende Landschaft machen den Ort zu einem lohnenswerten Ziel für Kultur- und Naturliebhaber gleichermaßen.

Besonders die Verbindung von industrieller Vergangenheit und moderner Wasseraufbereitung macht die Talsperre zu einem einzigartigen Ausschnitt der regionalen Geschichte. Wer sich für die Entwicklung des Wuppertals interessiert, findet hier nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch Einblicke in die Herausforderungen und Lösungen, die den Verbund der Städte und Gemeinden prägten. Ein Besuch lohnt sich daher nicht nur für Wanderer, sondern auch für alle, die mehr über die „unsichtbare“ Infrastruktur hinter unserem täglichen Wasserverbrauch erfahren möchten.

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