Kirche/Kloster

Kirche Bantikow - Wusterhausen

Dorfstraße 42, 16868 Wusterhausen/Dosse-Bantikow

Highlights

  • Die Kirche Bantikow (erstmals 1307 urkundlich als *Banticowe*) wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg als Fachwerkbau wiederaufgebaut.
  • Der barock gestaltete Innenraum mit klassizistischem Kanzelaltar wurde 2011 restauriert; die Ausstellung ‚Lebendige Steine‘ verbindet Kulturprojekte mit partizipativen Elementen.
  • Ursprünglich besaß die Kirche drei Glocken; die große, 1748 gegossene, ist heute das letzte erhaltene Original.

Tipps

  • Der historische Fachwerkbau der Kirche zeigt Spuren aus dem Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg und bietet Einblicke in die regionale Baugeschichte.
  • Im Innenraum befindet sich ein klassizistischer Kanzelaltar aus dem 19. Jahrhundert, der durch die barocke Deckenmalerei aus der Restaurierung von 2011 ergänzt wird.
  • Die Ausstellung *Lebendige Steine* verbindet partizipative Elemente mit kulturellen Inhalten und richtet sich durch ihre mehrsinngestalteten Konzepte an ein breites Publikum.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kirche Bantikow – Sakrale Kultur in Wusterhausen/Dosse-Bantikow

Die Kirche Bantikow – Wusterhausen ist ein historisches Juwel im Herzen von Wusterhausen/Dosse-Bantikow und ein faszinierender Ort für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Der Name Bantikow geht auf die slawische Bezeichnung *Banticowe* zurück, was „dem Bantek gehörend“ bedeutet, und taucht erstmals 1307 in Urkunden auf. Die Kirche überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, als von einst über fünfzehn Bauernhöfen nur noch zwei übrig blieben. Der heutige Fachwerkbau entstand als Wiederaufbau nach dieser prägenden Zeit – ein Zeugnis der Resilienz der Region.

Der markante Glockenturm der Kirche war einst mit drei Glocken ausgestattet, von denen eine 1916 im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen werden musste. Die erhaltene große Glocke stammt aus dem Jahr 1748 und ist ein bedeutendes Kulturgut. Der Innenraum beeindruckt mit einem klassizistischen Kanzelaltar, der im 19. Jahrhundert in Süddeutschland gefertigt wurde. Besonders die 2011 durchgeführte Restaurierung unter der Leitung von Marlies Genßler brachte den barocken Stil der Decke wieder zum Vorschein – ein Meisterwerk handwerklicher Tradition.

Seit 1787 gehört die Kirche zur Mater vagans, einem historischen Pfarrverband, der 1977 vom Pfarrsprengel Kyritz in den von Wusterhausen überführt wurde. Gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, verbindet diese Ausstellung Steinmetzhandwerk mit persönlichen Geschichten – etwa von Menschen aus Botswana, die gemeinsam mit der Gemeinde Musik machten. Das begleitende Ausstellungsbuch lädt zum Vertiefen ein und macht die „Steine“ durch Erzählungen lebendig.

Mit einem Google-Rating von 4,7 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) ist die Kirche Bantikow – Wusterhausen ein Ort, der Besucher aller Altersgruppen begeistert. Ob durch die historische Bauweise, die kreativen Ausstellungen oder die Verbindung von regionaler und internationaler Kultur – hier wird Geschichte greifbar und zum Erleben. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sakrale Architektur, handwerkliche Kunst und partizipative Kulturprojekte schätzen.

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