Park der Sinne
Highlights
- Der Park der Sinne in Laatzen entstand auf einer ehemaligen Mülldeponie und lädt zum Erkunden mit allen Sinnen ein.
- Verschiedene Erlebnisstationen ermöglichen Hören, Riechen, Tasten und Sehen – darunter Barfußpfade, Klangstäbe und ein Parabolspiegel.
- Der rund sieben Hektar große Park ist in mehrere Bereiche gegliedert, darunter ein Trockental, ein Hecken-Labyrinth und ein Spielwald.
Tipps
- Nutzen Sie die Hörmuscheln, um Geräusche aus der Umgebung gezielt wahrzunehmen.
- Beim Barfußpfad können verschiedene Materialien unter den Füßen erlebt werden.
- Im Garten der Düfte lohnt sich die Entdeckung verschiedener Heilpflanzen durch Riechen.
Eigenschaften
Über Park der Sinne
Der Park der Sinne liegt in der Stadt Laatzen im Region Hannover und ist Teil des umfangreichen Expo-Projekts „Regionaler Landschaftsraum am Kronsberg“. Auf einer Fläche von rund sieben Hektar erstreckt sich der Park auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie. Die Gestaltung des Geländes folgt der natürlichen Topografie und schafft einen talkesselähnlichen Raum, der durch Trockenmauern, verschiedene Wegeführungen, Steinblöcke und vielfältige Pflanzungen geprägt ist. Ein Wall aus Wildrosen und anderen Gehölzen umgibt den Park und dient als natürlicher Lärmschutz zur umliegenden, stark befahrenen Straße.
Das Konzept des Parks basiert auf der sinnlichen Wahrnehmung der Natur. An über 30 fest installierten Erlebnisstationen können Besucherinnen und Besucher Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten aktiv erfahren. Beispiele dafür sind der steinige Barfußpfad mit unterschiedlichen Materialien, der Garten der Düfte mit heilpflanzlichen und duftenden Stauden sowie das Trockental, das durch Kalksandsteinblöcke geprägt ist und an heißen Tagen die Wirkung von Wärme sichtbar macht. Im Hecken-Labyrinth werden Pflanzen in einer Irrgartenstruktur angeordnet, in dessen Mitte sich ein Zerrspiegel befindet.
Weitere Stationen laden zur akustischen und taktilen Auseinandersetzung ein. Im Echo-Hof können Geräusche über Parabolspiegel über größere Distanzen übertragen werden, während der Summstein und die Klangschale Schwingungen hör- und fühlbar machen. Am Ort der Idylle plätschert Wasser in einem Teich, umgeben von Blumen und einer Natursteinmauer. Der Spielwald bietet Kindern die Möglichkeit, Wurzeln und Baumstämme zu erklimmen, während das Tal der Schmetterlinge mit seinen blühenden Stauden einen Lebensraum für Insekten darstellt. An der Quelle fließt Wasser eine Wand hinab und bildet einen Bachlauf, der von Kindern erkundet und gestaut werden kann.
Ein zentrales Element des Parks ist der Ort der Begegnung, eine amphitheatralisch angelegte Bodenerhebung, auf der bis zu 300 Personen Platz finden. Dort finden auch Veranstaltungen statt. Auf dem höchsten Punkt des Geländes steht eine Skulptur aus porösem Basalt, der als Summstein fungiert und ein intensives Klang- und Vibrationsgefühl vermittelt. Die nahegelegene Schlucht mit ihren gelben Sandsteinwänden bildet durch feuchtes Klima und tropfendes Wasser eine kühle Oase mit spezifischer Pflanzenwelt. Der Park der Sinne verbindet Landschaftsarchitektur mit sinnlicher Erfahrung die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen.