Denkmal/Gedenkstätte

Ehemalige Synagoge

Langstraße 9, 56321 Rhens

Highlights

  • Die Synagoge in Rhens wurde 1832 in einem älteren Haus eingerichtet und während der Novemberpogrome 1938 geschändet und demoliert.
  • Das Gebäude blieb erhalten und wurde später zu einem Wohnhaus umgebaut.
  • Seit 2002 ist die ehemalige Synagoge Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Tipps

  • Die ehemalige Synagoge in Rhens ist heute ein Wohnhaus, das 1832 als Synagoge errichtet wurde und während der Novemberpogrome 1938 geschändet wurde.
  • Am Gebäude in der Langstraße 9 erinnert eine Gedenktafel an die jüdische Geschichte des Ortes.
  • Das Gebäude ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal und steht unter Denkmalschutz.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturelles Denkmal Ehemalige Synagoge in Rhens entdecken

Die ehemalige Synagoge von Rhens im rheinland-pfälzischen Landkreis Mayen-Koblenz ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und Zeugnis jüdischer Geschichte im Mittelrheintal. Das Gebäude in der Langstraße wurde 1832 als Synagoge in ein bestehendes Wohnhaus integriert, das im Türsturz das Jahr 1668 zeigt. Es handelte sich um einen verputzten Fachwerkbau mit abgewalmtem Mansarddach und Rundbogenfenstern im Obergeschoss – eine schlichte, aber für die damalige kleine jüdische Gemeinde kostspielige Errichtung.

Die jüdische Gemeinde in Rhens hat eine weit zurückreichende Geschichte. Bereits seit dem 15. Jahrhundert sind jüdische Bewohner urkundlich nachgewiesen. Im Laufe der Jahrhunderte lebten zahlreiche jüdische Familien in der Stadt, die sich verschiedenen Berufen widmeten, darunter Handel, Metzgerei, Klempnerei und Viehhandel. Neben der Synagoge unterhielt die Gemeinde auch eine Religionsschule, ein rituelles Bad sowie einen eigenen Friedhof. Im 19. Jahrhundert erlebte die Gemeinde eine schwankende, aber anhaltende Präsenz, mit bis zu 74 jüdischen Einwohnern um die Mitte des Jahrhunderts.

Unter der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Synagoge am 9. November 1938 während der Novemberpogrome von SA-Männern und Hitler-Jungen brutal geschändet und zerstört. Kostbare Ritualgegenstände wurden gestohlen, eine Torarolle auf absurde und demütigende Weise missbraucht und schließlich im Rhein verbrannt. Obwohl das Gebäude selbst nicht vollständig abgerissen wurde, verlor es danach seine Funktion als Synagoge und wurde später in ein Wohnhaus umgewandelt. Die jüdische Gemeinde floh oder emigrierte in den folgenden Jahren – bis 1939 war Rhens „judenrein“.

Heute erinnert eine Gedenktafel am Gebäude in der Langstraße an die einstige Synagoge und die jüdische Gemeinde von Rhens. Das Haus ist als Kulturdenkmal unter dem Denkmalschutzgesetz des Landes Rheinland-Pfalz geschützt und seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes „Oberes Mittelrheintal“. Es steht somit nicht nur für die jüdische Geschichte der Region, sondern auch für das kollektive Gedenken an die Verfolgung und das Verschwinden einer einst lebendigen Gemeinschaft.

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Häufige Fragen zu Ehemalige Synagoge

Wann wurde die Synagoge in Rhens erbaut?
Die Synagoge in Rhens wurde 1832 in einem bereits bestehenden Haus eingerichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der Synagoge während der Novemberpogrome 1938?
Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge von SA-Männern und Hitler-Jungen geschändet und demoliert. Ritualgegenstände wurden gestohlen und die Torarolle verbrannt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was erinnert heute an die ehemalige Synagoge in Rhens?
Heute erinnert eine Gedenktafel am Haus Langstraße 9 an die ehemalige Synagoge. Das Gebäude ist zudem als Kulturdenkmal geschützt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat die ehemalige Synagoge von Rhens heute?
Die ehemalige Synagoge ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal und dient als Mahnmal sowie Kulturdenkmal. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia