Kirche/Kloster

Kirche Allerheiligenberg

Am Allerheiligenberg 63, 56112 Lahnstein

Highlights

  • Neugotische Kirche auf 170 m hoher Bergkuppe, 1895–1901 als Gedenkstätte für Gefallene des Deutsch-Französischen Krieges erbaut.
  • Innenausmalung 1991 originalgetreu nach historischen Vorlagen restauriert; Kreuzigungsgruppe und heiliges Grab von Lahnsteiner Künstler Caspar Weis.
  • Kloster des Ordens vom heiligen Eugen von Mazenod (seit 1816) diente bis 2012 als Ausbildungsstätte für Priester; heute Baudenkmal mit Führungsangebot.

Tipps

  • Die Kirche Allerheiligenberg befindet sich auf einer 170 Meter hohen Bergkuppe und bietet dadurch einen weiten Blick über die umliegende Landschaft.
  • Die neugotische Innenausmalung wurde 1991 nach historischen Vorlagen originalgetreu restauriert und zeigt die ursprüngliche Gestaltung aus dem frühen 20. Jahrhundert.
  • Das heilige Grab in einer Grotte unter der Kirche entstand durch den Lahnsteiner Künstler Caspar Weis und wurde später durch eine lokale Unternehmerfamilie gestiftet.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakral: Kirche Allerheiligenberg Lahnstein

Die Kirche Allerheiligenberg in Lahnstein thront majestätisch auf einer 170 Meter hohen Bergkuppe über dem Rhein und zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken der Region. Ihr neugotischer Stil, geprägt durch die Pläne des Limburger Architekten Max Meckel, entstand zwischen 1895 und 1901 als würdige Gedenkstätte für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges. Die Kapelle wurde auf Initiative von Pfarrer Johann Baptist Ludwig und des Kirchenvorstands errichtet und vereint architektonische Eleganz mit spiritueller Tiefe.

Besonders sehenswert ist die Kreuzigungsgruppe an der Westseite der Kirche, geschaffen 1901 vom Lahnsteiner Künstler Caspar Weis. Sein handwerkliches Genie zeigt sich auch im heiligen Grab, das in einer darunter liegenden Grotte untergebracht ist und später von der Unternehmerfamilie Christian Sebastian Schmidt gestiftet wurde. Die Innenausmalung im neugotischen Stil wurde 1991 originalgetreu restauriert – basierend auf historischen Vorlagen und Zeichnungen.

Die Wurzeln der Anlage reichen bis ins Jahr 1671 zurück, als der Frühmesser Johann Philipp Trarbach an gleicher Stelle eine kleine Kapelle mit Eremitage errichtete. Geweiht war sie der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der Muttergottes und allen Heiligen. Später wurde der Ort zum Zentrum des Orden der Oblaten von Marseille, gegründet von dem heiligen Eugen von Mazenod. Noch heute bewahren die Wände ein Bildnis und eine Reliquie des Ordensgründers.

Von 2002 bis 2012 diente die Kapelle als Ausbildungsstätte für den Priesternachwuchs der Oblaten. Heute steht sie unter Denkmalschutz und fördert durch ihre historische Bedeutung die Denkmalpflege am Rhein-Lahneck. Besucher können auf Wunsch Führungen durch die Kapelle und um den Berg genießen – eine ideale Kombination aus Kultur, Spiritualität und atemberaubendem Panoramablick über Lahnstein und den Rhein.

Mit einem Google-Bewertungsdurchschnitt von 4,5 Sternen ist die Kirche Allerheiligenberg ein beliebtes Ziel für Kulturinteressierte und Pilger. Ihr einzigartiger Standort, die künstlerischen Schätze und die bewegte Geschichte machen sie zu einem besonderen Ort der Andacht und des Staunens.

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