Ruine

Burgruine Natternberg

94526 Metten

Highlights

  • Die Burgruine Natternberg liegt auf einem 375 Meter hohen Berg nördlich von Natternberg, einem Stadtteil von Deggendorf.
  • Erstmals erwähnt wurde die Burg 1145 als Edelsitz der Grafen von Bogen, später kamen die Wittelsbacher in den Besitz.
  • Heute zählen die Ruine und ihre Reste, darunter ein Bergfried und Ringmauern, zu den geschützten Baudenkmälern Bayerns.

Tipps

  • Der Weg zur Burgruine Natternberg ist etwa 500 Meter lang und führt auf einem breiten, festen Feldweg, der auch für Radfahrer und Kinderwagen geeignet ist.
  • Auf dem Gelände sind nur wenige mittelalterliche Reste erhalten, darunter ein ungewöhnlich angelegter Wartturm und die Grundmauern eines ehemaligen Wohngebäudes.
  • Der Zugang zur Burg ist eingeschränkt und der Besuch nur zu bestimmten Öffnungszeiten möglich, daher rechtzeitig informieren.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Burgruine Natternberg

Die Burgruine Natternberg liegt im bayrischen Landkreis Deggendorf und zählt heute zu den erhaltenen Baudenkmalen der Region. Die Anlage thront auf dem etwa 375 Meter hohen Natternberg nördlich des Ortes Metten und ist sowohl architektonisch als auch archäologisch von Bedeutung. Bereits in der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit gab es Siedlungsspuren am Berg, später entwickelte sich hier im Mittelalter eine befestigte Burg. Erste urkundliche Erwähnung findet die Burg um das Jahr 1145, damals als Edelsitz im Besitz der Grafen von Bogen. Nach deren Aussterben gelangte die Burg an die Wittelsbacher, die sie als Pflegersitz nutzten.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach; unter anderem wurde die Burg im Zuge des Dreißigjährigen Krieges sowie im Österreichischen Erbfolgekrieg schwer beschädigt. Im 19. Jahrhundert kam sie in den Besitz der Grafen von Preysing und später an verschiedene private Eigentümer. Bis zum Zweiten Weltkrieg blieb die Anlage bewohnt, wobei heute nur noch Teile der ursprünglichen Struktur erhalten sind. Dazu gehören unter anderem der Hauptturm in der Südostecke, ein Ringmauerrest, Kellergewölbe sowie das sogenannte „Schlösschen“ aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm ist mit einer ungewöhnlichen Bauweise in die Ringmauer integriert und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit einem Pyramidendach versehen.

Die mittelalterliche Burganlage erstreckte sich einst über einen größeren Bereich und war durch eine Mauer in zwei Teile gegliedert. Der hintere Teil gilt als ehemalige Kernburg. In der Nordostecke finden sich zudem Reste eines zweiten Turms sowie weitere Mauerreste. Von der ehemaligen Wohnbebauung zeugen heute lediglich noch Grundmauern. Die gesamte Anlage ist heute als Baudenkmal unter der Nummer D-2-71-119-117 sowie als Bodendenkmal unter D-2-7143-0013 registriert. Der Weg zur Ruine führt über einen etwa 500 Meter langen Feldweg, der breit und begehbar, jedoch stellenweise steil verläuft. Der Zugang zur Burg selbst ist eingeschränkt, und der Besuch setzt Rücksprache zu den Öffnungszeiten voraus.

Trotz ihres ruinösen Zustands bietet die Burgruine Natternberg einen sehenswerten Ausblick über das Donautal. Besucher berichten von einer landschaftlich reizvollen Lage, die den Aufstieg lohnt, auch wenn die historische Ausstattung heute weitgehend fehlt. Lediglich vereinzelte Informationsschilder und die erhaltenen Mauerzüge erinnern an die einstige Bedeutung des Ortes. Aufgrund der natürlichen Lage und der archäologischen Funde aus verschiedenen Epochen bleibt die Burgruine ein kulturhistorisch interessantes Zeugnis der Region um Metten im Landkreis Deggendorf.

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