Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Lambsheim mit Gedenktafel

Hauptstraße 43, 67245 Lambsheim

Highlights

  • Die ehemalige Synagoge in Lambsheim war bis 1940 Zentrum der jüdischen Gemeinde, die auch Mitglieder aus Eppstein und Flomersheim umfasste.
  • Ein Gedenkstein erinnert an die jahrhundertelange jüdische Geschichte und die Vertreibung während des Nationalsozialismus.

Tipps

  • Die Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge informiert über die Geschichte der jüdischen Gemeinde Lambsheim und deren Zwangsumsiedlung im 20. Jahrhundert.
  • Fotos und Darstellungen an Ort und Stelle zeigen den historischen Bau und ermöglichen einen Einblick in die Architektur der Synagoge aus dem 19. Jahrhundert.
  • Die Erinnerungsarbeit vor Ort verbindet lokale Geschichte mit regionalen Bezügen, etwa durch Verweise auf die jüdische Geschichte in Kelkheim und umliegende Gemeinden.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Lambsheim – Kulturdenkmal

Die ehemalige Synagoge in Lambsheim ist ein bedeutendes historisches Denkmal, das an die jahrhundertelange jüdische Präsenz im Ort erinnert. Die Synagoge stand im Zentrum der jüdischen Gemeinde, die bis in die 1940er Jahre bestand und sich nicht nur auf Lambsheim beschränkte, sondern auch Mitglieder aus den umliegenden Ortschaften wie Eppstein, Flomersheim und Weisenheim am Sand umfasste. Die Gemeinde war Teil einer regionalen jüdischen Lebenswelt, die eng mit der Geschichte des Rhein-Main-Gebiets verbunden war.

Das Gebäude selbst war ein zentraler Ort des religiösen und kulturellen Lebens der jüdischen Bevölkerung. Nach der Zerstörung während der nationalsozialistischen Zeit blieb die Synagoge als Ruine erhalten und wurde später als Gedenkstätte umgestaltet. Eine Gedenktafel vor Ort erinnert an die Geschichte der Gemeinde und die Opfer des Holocaust. Die Tafel dient als Mahnmal und mahnt zur Erinnerung an die unterdrückte jüdische Geschichte der Region.

Die Erinnerungskultur in Lambsheim ist eng mit der Aufarbeitung der jüdischen Vergangenheit verbunden. Historikerinnen wie Heidi Stübauer haben sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinden im Raum befasst und ihre Erkenntnisse in Ausstellungen und Theaterstücken wie *„Von Fischbach nach Auschwitz“* verarbeitet. Diese Projekte ergänzen die lokale Gedenkarbeit und machen die Geschichte der Synagoge für die heutige Generation zugänglich.

Die ehemalige Synagoge ist heute ein Ort der Reflexion über die Bedeutung jüdischer Kultur und die Verantwortung für die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses. Sie steht symbolisch für das Erbe der jüdischen Gemeinde, die hier einst lebte, und lädt Besucher ein, sich mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen. Die Gedenktafel vor Ort unterstreicht die Bedeutung des Ortes als Mahnmal und mahnt zur Wachsamkeit gegen Vergessen und Verdrängung.

Als historische Sehenswürdigkeit bietet die Synagoge nicht nur einen Einblick in die Architektur und den religiösen Alltag der jüdischen Gemeinde, sondern auch in die tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Die Verbindung von Gedenkort und regionaler Erinnerungskultur macht sie zu einem wichtigen Station für Geschichtsinteressierte und alle, die sich mit der Aufarbeitung der jüdischen Vergangenheit beschäftigen möchten.

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