Denkmal/Gedenkstätte

Basisendpunkt Quersa

01561, 01561 Fuchsloch

Highlights

  • Das Basisendhäuschen Quersa (1872) ist ein geodätischer Festpunkt der Großenhainer Grundlinie für die sächsische Landesvermessung (1869–1872).
  • Eines von drei Vermessungshäuschen in der Region, markiert es historische Präzisionsarbeit für die Königlich-Sächsische Geodäsie.
  • Das Kulturdenkmal liegt in der offenen Landschaft um Großenhain und dokumentiert die technische Grundlage der frühen Landesvermessung.

Tipps

  • Das Basisendhäuschen Quersa bietet Einblicke in die historische Landesvermessung des 19. Jahrhunderts und zeigt die technische Präzision der damaligen Epoche.
  • Die umliegende Landschaft mit Wiesen, Feldern und Waldstücken ermöglicht eine ruhige Erkundung der historischen Stätte in einer naturnahen Umgebung.
  • An der Informationstafel werden die Funktion als geodätischer Festpunkt sowie die Bedeutung für die sächsische Landesvermessung ausführlich dokumentiert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Quersa – Fuchsloch

Der Basisendpunkt Quersa in Fuchsloch zählt zu den historischen Vermessungspunkten der Region und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal mit wissenschaftshistorischem Hintergrund. Als Teil der sogenannten Großenhainer Grundlinie entstand das Basisendhäuschen im späten 19. Jahrhundert im Rahmen der systematischen Landesvermessung des Königreichs Sachsen. Drei solche geodätischen Festpunkte – darunter Quersa – wurden zwischen den Jahren 1869 und 1872 errichtet, um präzise Referenzpunkte für die Kartierung des Landes zu schaffen.

Das kleine, aber charakteristische Häuschen dient heute als sichtbarer Markierungspunkt für die historische Vermessungstechnik. Seine Architektur ist schlicht, doch die Bedeutung liegt in der technischen Innovation der Epoche: Die Punkte bildeten die Grundlage für moderne Landvermessung und präzise geografische Abgrenzungen. Die Umgebung von Fuchsloch, geprägt von weiten Feldern, Wiesen und Waldstücken, bietet einen ruhigen Rahmen für diesen Ort, der an die wissenschaftliche Pionierarbeit der Vergangenheit erinnert.

An der Informationstafel am Standort sind Details zur Geschichte und Funktion des Basisendpunkts zu finden. Sie erklärt, wie die Festpunkte als Ausgangsbasis für Triangulationen dienten – ein Verfahren, das bis heute in der Geodäsie Anwendung findet. Besonders interessant ist die Verbindung zu anderen historischen Vermessungspunkten in der näheren Umgebung, die gemeinsam das Netzwerk der Großenhainer Grundlinie bildeten. Diese Stätte ist somit nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein Zeugnis der regionalen Entwicklungsgeschichte.

Für Geschichtsinteressierte und Geodäten bietet der Basisendpunkt Quersa einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der modernen Vermessungskunst. Die Umgebung lädt zudem zu Spaziergängen ein, bei denen man die historische Landschaft und ihre kulturellen Spuren erkunden kann. Als Teil des sächsischen Erbes steht das Häuschen für die Verbindung von Wissenschaft, Technik und regionaler Identität – ein Ort, der sowohl Neugierige als auch Fachleute gleichermaßen anspricht.

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