Erlöserkirche
Highlights
- Die Erlöserkirche in Münster ist eine evangelische Notkirche, erbaut 1949–1950 nach Plänen von Otto Bartning.
- Sie steht auf den Fundamenten einer neoromanischen Vorgängerkirche aus den Jahren 1898–1900.
- Die Kirche beherbergt eine 1998–1999 gebaute Orgel mit 38 Registern und mechanischen Trakturen.
Tipps
- Die Erlöserkirche in Münster ist eine Notkirche aus den 1950er Jahren mit schlichtem Backsteinbau und basilikalem Charakter.
- Das Innere besticht durch schlichte Holzdecken und terracotta-farbenen Boden, die Ruhe und Besinnlichkeit fördern.
- Die 1999 erbaute Orgel vereint europäische Registertraditionen und ist über mechanische Trakturen spielbar.
Eigenschaften
Ausflug zur Erlöserkirche in Münster – Kultur und Sakralbau erleben
Die Erlöserkirche in Münster ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk und steht als evangelische Kirche im Stadtteil Münster-Mitte. Sie ist Teil der Erlöserkirchengemeinde und zählt heute zu den denkmalgeschützten Bauten der Stadt. Das Kirchengebäude wurde in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg als sogenannte Notkirche errichtet, um den dringenden Bedarf an Gotteshauskapazitäten in der nach Kriegsjahren zerstörten Stadt zu decken. Der Entwurf stammt vom Architekten Otto Bartning, der nach 1945 zahlreiche Kirchenbauten in Deutschland initiierte. Die Gestaltung der Erlöserkirche folgt einem seiner Typenentwürfe und zeigt bereits eine architektonische Ausformung, die über das rein Funktionale hinausgeht.
Das heutige Gebäude steht auf den Fundamenten einer Vorgängerkirche gleichen Namens, die im späten 19. Jahrhundert errichtet worden war. Diese neoromanische Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, lediglich der Glockenturm blieb erhalten. Dieser etwa 15 Meter hohe „Stumpf“ ragt seitlich vor dem Kirchenschiff auf und beherbergt drei größere Gussstahlglocken, die auf das Te-Deum-Motiv gestimmt sind. Die Backstein-Architektur der heutigen Kirche ist schlicht gehalten, wirkt jedoch durch die angedeuteten Seitenschiffe basilikal und verleiht dem Innenraum eine besondere Raumwirkung, die für Notkirchen ungewöhnlich ist.
Das Innere der Erlöserkirche ist geprägt von schlichter Eleganz: Der terracotta-rote Bodenbelag und die schlichte Holzdeckenkonstruktion bestimmen das Bild. Auf kunstvolle Ausstattung wurde bewusst verzichtet, was dem evangelischen Verständnis und dem ursprünglichen Zweck als Notkirche entspricht. Dennoch verfügt die Kirche über eine musikalische Besonderheit: Die große Orgel, erbaut Anfang der späten 1990er Jahre, stammt von der renommierten Orgelbauwerkstatt Manufacture d’orgues de Bruxelles. Das Instrument vereint verschiedene europäische Registertraditionen – französisch, süd- und mitteldeutsch, italienisch sowie spanisch – und verfügt über insgesamt 38 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die mechanischen Trakturen und die Klangvielfalt machen sie zu einem klanglichen Juwel in Münster.
Die Orgel ist nicht nur für Gottesdienste von Bedeutung, sondern auch für Konzerte und kirchenmusikalische Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden. Ein vollständiges Sampleset der Orgel existiert, was sie auch digital für Musiker und Interessierte zugänglich macht. Die Kirche selbst steht unter Denkmalschutz und ist Zeugnis einer besonderen Zeit des Wiederaufbaus in Deutschland. Ihre Architektur wie auch ihre Ausstattung spiegeln sowohl die Notwendigkeiten der Nachkriegszeit als auch die künstlerische Qualität der beteiligten Baumeister und Künstler wider.
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Häufige Fragen zu Erlöserkirche
Wann wurde die Erlöserkirche in Münster erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche besondere Orgel hat die Erlöserkirche?
Quelle: wikipedia
Was ist architektonisch besonders an der Erlöserkirche?
Quelle: wikipedia
Gibt es noch Teile der Vorgängerkirche in der Erlöserkirche?
Quelle: wikipedia