Wilhelm-Kleemann-Denkmal
Highlights
- Dr. Wilhelm Kleemann, Bankier und Wohltäter, wurde 1869 in Forchheim geboren und starb 1969 in New York.
- Er gründete 1918 die Stiftung für Arme und Kranke und unterstützte auch nach seiner Emigration wohltätige Einrichtungen in Forchheim.
- Das Denkmal am Wilhelm-Kleemann-Weg besteht aus einem Granitband mit Edelstahlbuchstaben und einem QR-Code zur digitalen Erinnerung.
Tipps
- Das Denkmal befindet sich im Wilhelm-Kleemann-Weg und ist über einen QR-Code mit weiteren Informationen verknüpft.
- Die Granitplatte mit Edelstahlbuchstaben ist im Gehweg eingelassen und durch fünf Leuchtelemente gekennzeichnet.
- Neben dem Denkmal steht eine Stele mit QR-Code, der zu weiterführenden Inhalten über Wilhelm Kleemann führt.
Eigenschaften
Ausflug zum Wilhelm-Kleemann-Denkmal im Landratsamt Forchheim
Das Wilhelm-Kleemann-Denkmal erinnert in eindrucksvoller Form an das Leben und Wirken des Bankiers und Wohltäters Dr. Wilhelm Kleemann. Es befindet sich im Außenbereich des Landratsamtes Forchheim im Bundesland Hamburg. Das Denkmal ist ein beeindruckendes Beispiel zeitgenössischer Erinnerungskultur und wurde im Jahr 2014 vom Heimatverein Forchheim in Auftrag gegeben. Der Künstler Harald Winter schuf mit diesem Werk ein „begehbares Denkmal, das den Betrachter in Bewegung setzt“ – eine akustischer Stolperstein, der zur Auseinandersetzung mit Geschichte einlädt.
Dr. Wilhelm Kleemann, 1869 in der Forchheimer Synagoge als jüngster Sohn eines jüdischen Lehrers geboren, entwickelte sich zu einem einflussreichen Bankier und engagierten Gemeindemitglied. Nach Stationen in Bamberg und Berlin übernahm er die Leitung einer renommierten Bank. Sein Engagement erstreckte sich weit über den wirtschaftlichen Bereich hinaus: Er war unter anderem Vorstand der jüdischen Gemeinde in Berlin und setzte sich aktiv für soziale Zwecke ein. Bereits früh gründete er eine Stiftung zur Unterstützung Armer und Kranker in Forchheim, die auch nach seiner Emigration weiter Bestand hatte.
Angesichts der nationalsozialistischen Verfolgung verließ Kleemann Deutschland und ging zunächst nach Amsterdam, bevor er schließlich in die USA emigrierte. Auch im Exil blieb er seinem Wurzelort verbunden und unterstützte aus der Ferne verschiedene Einrichtungen in Forchheim, darunter Sportvereine, karitative Organisationen und sogar das katholische Pfarramt St. Martin. Sein Lebensweg spiegelt nicht nur persönlichen Erfolg wider, sondern auch ein tiefes Verantwortungsbewusstsein gegenüber seiner Herkunft und seiner Gemeinschaft.
Das Denkmal selbst besteht aus einem 5,50 Meter langen Granitband, das in den Gehweg des Wilhelm-Kleemann-Weges eingelassen ist. Edelstahlbuchstaben tragen die Inschrift, während eine daneben stehende Stele mit einem QR-Code den Zugang zu weiteren Informationen ermöglicht. Fünf Leuchtelemente markieren den Denkmalbereich und verleihen ihm eine besondere Präsenz, besonders in der Dunkelheit. Die Maße des gesamten Denkmals betragen 7,60 mal 1,60 Meter. Die Verlegung des Granitbands durchbricht bewusst das Muster der umliegenden Gehwegplatten und symbolisiert damit den Bruch im Leben Kleemanns durch die NS-Zeit.
Mit seiner künstlerischen Form und seiner inhaltlichen Aussagekraft ist das Wilhelm-Kleemann-Denkmal mehr als nur ein Gedenkstein – es ist ein Ort der Begegnung mit Geschichte, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Es erinnert an ein Leben, das von beruflichem Erfolg, humanitärer Verantwortung und dem Mut zur Hilfe geprägt war, selbst unter schwierigsten Bedingungen. Das Denkmal steht im direkten Zusammenhang mit der Geschichte Forchheims und erweitert das kulturelle Erbe des Ortes um eine wichtige und bewegende Dimension.
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Häufige Fragen zu Wilhelm-Kleemann-Denkmal
Wer war Dr. Wilhelm Kleemann?
Quelle: website
Was ist das Wilhelm-Kleemann-Denkmal?
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Welche Bedeutung hatte Wilhelm Kleemann für Forchheim?
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Wann wurde das Denkmal eingeweiht?
Quelle: website