Hans Purrmann
Highlights
- Hans Purrmann lebte und arbeitete in Langenargen, wo er zahlreiche südlich-lichterfüllte Landschaftsgemälde schuf.
- Er war Schüler und Freund von Henri Matisse und entwickelte einen vom Expressionismus unberührten Stil.
- Purrmann schuf über 1400 Ölgemälde, 400 Aquarelle und 1200 Zeichnungen sowie Grafiken und Plastiken.
Tipps
- Das Museum zeigt auf drei Etagen Werke von Hans Purrmann und weiteren Künstlern regionaler und internationaler Bedeutung.
- Ein Besuch lohnt sich unabhängig vom Wetter, da das Museum wechselnde Sonderausstellungen zeigt, etwa zur Thematik Wasser oder südliche Landschaftsmalerei.
- Das ehrenamtlich getragene Museum liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen und lädt zu einem ruhigen Kunsterlebnis ein.
Eigenschaften
Über Hans Purrmann
Das Museum Hans Purrmann in Langenargen widmet sich der Kunst des Bodenseeraums und beherbergt eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer sowie klassischer Werke. Es ist im historischen Pfarrhaus der Gemeinde untergebracht und wurde 1976 eröffnet. Die Schwerpunkte liegen auf der Kunst des 20. Jahrhunderts, wobei besonderer Wert auf hochkarätige Bestände von Hans Purrmann und seiner Ehefrau Mathilde Vollmoeller-Purrmann gelegt wird. Auch Werke von Jan Balet sowie von in Langenargen ansässigen Künstlerinnen wie Inge Kracht, Dietlinde Stengelin und Annette Weber gehören zur Dauersammlung. Das Museum wird ehrenamtlich geführt und begeistert von März bis Anfang November mit wechselnden Sonderausstellungen.
Hans Purrmann, einer der profiliertesten deutschen Maler des frühen 20. Jahrhunderts, lebte über lange Phasen seines Lebens in Langenargen am Bodensee. Nach seiner Ausbildung in München und ersten künstlerischen Stationen in Berlin zog es ihn 1906 nach Paris, wo er maßgeblich von Henri Matisse beeinflusst wurde. Purrmann baute dort gemeinsam mit Matisse die „Académie Matisse“ auf und entwickelte einen eigenständigen Stil, geprägt von Licht, Farbe und Form. Seine Werke umfassen Stillleben, Porträts, Akte und vor allem lichtdurchflutete Landschaften. Nach seiner Heirat mit der Malerin Mathilde Vollmoeller verbrachte das Paar viele Sommer in einem Fischerhaus in Langenargen, was den Ort zu einem wichtigen Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens machte.
Die Dauerausstellung des Museums zeigt einen umfangreichen Querschnitt durch das Œuvre von Hans und Mathilde Purrmann und verdeutlicht die Verbindung zur internationalen Avantgarde ebenso wie zur regionalen Kunstszene am Bodensee. Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen erweitern den kulturellen Horizont und setzen sich mit aktuellen sowie historischen Positionen auseinander. Besucher*innen erhalten so Einblicke in die Entwicklung der modernen Kunst und deren Rezeption im süddeutschen Raum. Besondere Beachtung finden auch die vielfältigen künstlerischen Austauschprozesse, die durch Purrmanns internationale Kontakte und seine langjährige Verbindung zur Region entstanden.
Das Museum fungiert nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als kulturelles Zentrum, das durch ein aktives Veranstaltungsprogramm Impulse setzt. Künstlergespräche, Führungen und Workshops bieten Besucher*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit den Werken und künstlerischen Prozessen auseinanderzusetzen. Die ehrenamtliche Trägerschaft unterstreicht den bürgerschaftlichen Charakter und das Engagement der Gemeinschaft für Kultur und Kunstvermittlung. Mit seiner einzigartigen Sammlung und der Verbindung von regionaler Identität und internationaler Kunstgeschichte ist das Museum Hans Purrmann ein lohnenswertes Kulturziel im Bodenseekreis.