Kran am Monbag-See
Highlights
- Der 1928 errichtete Kran am Monbag-See war als elektrisch betriebener Industrieveteran für seine Zeit modern und ersetzte Dampfkraft.
- Seit 2002 steht der 55 Tonnen schwere Kran als geschütztes Industriedenkmal in Monheim und dokumentiert die Kiesförderung am See.
- Der Kran verlud Kies von Schuten auf Eisenbahn und Lkw – ein Relikt der frühen Transportgeschichte am Monbag-See.
Tipps
- Der Kran am Monbag-See stellt ein historisches Industriedenkmal aus dem Jahr 1928 dar und zeigt die technische Entwicklung der damaligen Zeit.
- Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht Besuchern den barrierefreien Zugang zum Kran und seiner Umgebung.
- Der Standort liegt direkt am Monbag-See und bietet eine Verbindung zur regionalen Industriegeschichte sowie zur Nutzung des Sees als Kiesabbaugebiet.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Kran am Monbag-See Monheim
Am Monbag-See in Monheim am Rhein steht ein markantes Industriedenkmal: der historische Kran, der seit Jahrzehnten als stiller Zeuge der regionalen Wirtschaftsgeschichte dient. Ursprünglich 1928 in Betrieb genommen, war er für die Monheimer Rheinkies- und Rheinsand-Baggerei ein moderner Fortschritt, da er als einer der ersten Kräne in der Region elektrisch angetrieben wurde – eine Technologie, die damals noch selten war und Dampfkraft ablöste.
Der Kran spielte eine zentrale Rolle bei der Förderung und dem Transport von Kies und Sand, der mit Schuten am Ufer anlandete. Über Jahrzehnte verlad er die Güter auf Eisenbahnwaggons und später auf Pferdefuhrwerke, bevor er schließlich durch Lastkraftwagen ersetzt wurde. Trotz des Ende der Förderung in den späten 1990er-Jahren blieb der Kran erhalten und wurde 2002 als „bedeutendes Industriedenkmal“ in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen – ein Zeichen für seinen historischen Wert.
Besonders bemerkenswert ist die technische Innovation des Kranes: Mit einem Gewicht von etwa 55 Tonnen war er für seine Zeit ein Hightech-Gerät. Die Monheimer Rheinkies- und Rheinsand-Baggerei, die ihn 1927 gründete, nutzte ihn bis zur Einstellung der Förderung, bevor er als technisches Denkmal seine heutige Funktion als Erinnerungsstück übernahm. Der Kran steht heute als Symbol für die industriellen Wurzeln der Region und die Entwicklung der Logistik am Rhein.
Der Standort am Monbag-See ist nicht nur ein historisches Wahrzeichen, sondern auch ein barrierefreier Ausflugsort: Der Zugang ist rollstuhlgerecht gestaltet, und ein ebenerdiger Parkplatz ermöglicht Besuchern einen ungehinderten Besuch. Das Industriedenkmal lädt dazu ein, die technische Vergangenheit Monheims zu erkunden und die Verbindung zwischen Industrie, Gewerbe und der Landschaft am Rhein zu begreifen.
Wer sich für die Geschichte der regionalen Kies- und Sandgewinnung interessiert, findet am Kran am Monbag-See ein einzigartiges Stück Technikgeschichte. Als Teil des städtischen Kulturerbes zeigt er, wie Monheim am Rhein sich von einer industriellen Tradition zu einer lebendigen Wirtschaftsregion entwickelt hat – und bleibt damit ein faszinierender Ort für Geschichtsinteressierte und Technikbegeisterte.