Liebfrauenkirche
Highlights
- Die Liebfrauenkirche in Langenhagen wurde 1951 eingeweiht und ist dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt gewidmet.
- Sie ist eine breite Halle mit Walmdach, sparsamem Bauschmuck und einem seitlich angebrachten Turm mit historisierenden Formen.
- Die Kirche entstand nach Plänen von Fritz Filipschack und wurde 1985 offiziell in „Liebfrauenkirche“ umbenannt.
Tipps
- Besucher finden die Liebfrauenkirche in der Karl-Kellner-Straße 69 in Langenhagen.
- Die Kirche ist ein historischer Ort mit sparsamem Bauschmuck und einem angeschlossenen Turm im italienischen Stil.
- Gottesdienste und Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten, aktuelle Termine sind auf der Gemeindeseite einsehbar.
Eigenschaften
Über Liebfrauenkirche
Die Liebfrauenkirche in Langenhagen ist eine bedeutende katholische Sakralstätte und zählt zu den älteren Kirchen der Region Hannover. Sie befindet sich im Stadtteil Langenhagen und gehört zur Pfarrgemeinde Liebfrauen, die wiederum dem Dekanat Hannover im Bistum Hildesheim zugeordnet ist. Die Kirche wurde in den frühen 1950er Jahren erbaut und ist ein markantes Beispiel für die religiöse Baukultur der Nachkriegszeit. Mit ihrem schlichten, dennoch eindrucksvollen Design verkörpert sie den Geist der damaligen Zeit und spiegelt gleichzeitig die wachsende katholische Präsenz in der Region wider.
Die Geschichte der Liebfrauenkirche ist eng verknüpft mit der Entwicklung der katholischen Gemeinde in Langenhagen. Nachdem seit der Reformation keine Katholiken im Ort lebten, siedelten sich ab dem Ende des Ersten Weltkriegs zunehmend katholische Zuwanderer aus anderen Teilen Deutschlands an. Anfangs gehörten sie zur Pfarrei St. Joseph in Hannover. Aufgrund des wachsenden Bedarfs wurde 1946 eine Pfarrvikarie in Langenhagen eingerichtet. Nach Kriegszerstörungen und provisorischen Gottesdiensträumen konnte schließlich 1950 mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Sie wurde 1951 geweiht und steht unter dem Patrozinium Mariä Himmelfahrt.
Architektonisch zeigt die Kirche klare Formen einer Hallenkirche mit Walmdach. Der Portalseite ist ein Turm angefügt, dessen Gestaltung an italienische Vorbilder erinnert. Der Innenraum wurde nachkonziliar im Jahr 1971 umgestaltet, um den Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu entsprechen. 1985 erhielt die Kirche ihren heutigen Namen „Liebfrauenkirche“. In den folgenden Jahren wurden weitere Umbauten und künstlerische Gestaltungen vorgenommen, darunter eine neue Orgel mit 21 Registern, die 1997 eingebaut wurde.
Die Kirche spielt eine zentrale Rolle im kirchlichen Leben der Region. Sie ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein kulturelles und soziales Zentrum. Neben der Liebfrauenkirche entstand später die Zwölf-Apostel-Kirche, die bis 2006 eine eigenständige Pfarrei war und seither als Filialkirche zur Liebfrauenkirche gehört. Seit 1999 bilden beide Kirchen eine Seelsorgeeinheit. Die Gemeinde engagiert sich in vielfältiger Weise in den Bereichen Jugend, Familie, Musik, Caritas und ökologischem Engagement.
Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 4,8 von 5 Sternen wird die Kirche von Besuchern als „netter Ort zum Anschauen“ beschrieben. Viele Gemeindemitglieder blicken auf langjährige Verbundenheit mit der Kirche zurück und verbinden ihre schönsten Erinnerungen mit diesem Glaubensort. Heute feiert die Gemeinde wichtige Meilensteine wie das 75-jährige Bestehen der Kirche mit einer ganzen Festwoche voller Gottesdienste, Begegnungen und kultureller Höhepunkte – ein Zeugnis für die lebendige Gemeinschaft, die die Liebfrauenkirche in Langenhagen darstellt.