Kirche/Kloster

Kirche Langewahl

Neu Golmer Str., 15517 Langewahl

Highlights

  • Die reformierte Kirche Langewahl stammt aus dem 13.–14. Jahrhundert und wurde 1742 sowie 1773 durch Patrone saniert – schlicht im protestantischen Stil ohne Verzierungen.
  • Im Turm und an der Nordwand sind gotische Spuren erhalten: ein zugemauerter Eingang sowie Fachwerk aus dem 17. Jahrhundert, das 1993–1999 restauriert wurde.

Tipps

  • Der historische Kirchenbau aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeigt eine schlichte reformierte Ausstattung ohne aufwendige Verzierungen.
  • An der Nordwand ist ein zugemauerter gotischer Türsturz aus älterer Zeit noch als architektonisches Relikt erkennbar.
  • Das Fachwerk der Westfront und des Turms stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde im Rahmen von Sanierungen restauratorisch gesichert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Langewahl: Kirche Langewahl entdecken

Die Kirche Langewahl ist ein historisches Sakralbauwerk im Herzen des Dorfes Langewahl, das mit seiner bescheidenen, aber eindrucksvollen Architektur und seiner bewegten Geschichte zu den sehenswerten Kulturdenkmälern der Region zählt. Geprägt von einer reformierten Tradition, entstand das Gotteshaus ursprünglich im 13. Jahrhundert und spiegelt mit seinem schlichten, unverzierten Stil die reformatorischen Prinzipien wider. Besonders auffällig ist der im Grundriss quadratische Fachwerkaufbau über der Westfront, der an die handwerkliche Bauweise vergangener Jahrhunderte erinnert. An der Nordwand zeugt eine zugemauerte gotische Tür noch von älteren Bauepochen, die auf das Mittelalter zurückgehen.

Die Kirche Langewahl durchlief im Laufe der Jahrhunderte mehrere Renovierungsphasen, die ihr den Erhalt bis heute ermöglichten. Besonders prägend waren die Arbeiten im 18. Jahrhundert, als sie durch den Geheimen Rat von Risselmann und die Landrätin von Selchow als Kirchenpatronen in einen guten Zustand versetzt wurde. Die schlichte, funktionale Gestaltung ohne aufwendige Verzierungen unterstreicht den reformierten Charakter des Bauwerks und macht es zu einem authentischen Beispiel ländlicher Sakralarchitektur. Seit 1993 wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, die durch Zuschüsse des Kirchenkreises Oderland-Spree, der Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz sowie lokaler Stiftungen und der Denkmalpflege ermöglicht wurden.

Der Turm der Kirche, dessen Fachwerkkonstruktion im 17. Jahrhundert entstand, wurde 1999 umfassend saniert, wobei die historische Substanz bewahrt und gleichzeitig die Standfestigkeit gesichert wurde. Die Reparaturen offenbarten dabei weitere Schäden am Fachwerk, die für die Stabilität des Bauwerks von Bedeutung waren. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Kirche ein lebendiger Ort des kulturellen Erbes – eingebettet in die wechselvolle Geschichte des einstigen Bistums Lebus. Dieses Bistum, das bereits 1124/1125 gegründet und 1598 aufgelöst wurde, hinterließ in der Region ein reichhaltiges architektonisches Erbe, zu dem neben Stadtkirchen und Templerbauten auch zahlreiche ländliche Kirchen wie die in Langewahl gehören.

Die Kirche Langewahl lädt Besucher ein, die Spuren einer jahrhundertealten Tradition zu entdecken. Ihr schlichter Charme und die gut erhaltenen Bauteile machen sie zu einem besonderen Zeugnis regionaler Geschichte. Wer sich für sakrale Baukunst und die kulturelle Vielfalt des Bistums Lebus interessiert, findet hier ein bescheidenes, aber faszinierendes Beispiel für den Erhalt ländlicher Kirchenbauten – fernab der großen Großbauten, aber mit eigenem historischem Wert. Die Kirche steht damit für die lebendige Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart in einer Region, die sich durch ihr künstlerisches und architektonisches Erbe auszeichnet.

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