Museum Fridericianum
Highlights
- Das Museum Fridericianum in Laubach wurde 1981 als Heimatmuseum eröffnet und zeigt regionale Geschichte von der Vorzeit bis zur Großgemeindebildung der 1970er.
- Im Obergeschoss präsentiert das Museum Laubacher Vereine, Traditionen wie das seit 1540 bestehende Ausschußfest und lokale Persönlichkeiten.
- Das Gebäude entstand 1750 als Jagdschloss, wurde 1832 versetzt und ist seit 2010 wieder verputzt – heute ein historisches Wahrzeichen der Stadt.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den rollstuhlgerechten Parkplatz ermöglicht eine einfache Anreise für alle Besucher.
- Die Freilegung des Fachwerkgebäudes im Jahr 1981 zeigt historische Umbauten, die sich im heutigen Erscheinungsbild widerspiegeln.
- Im Erdgeschoss wird die Entwicklung Laubachs von der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung bis zur Gemeindegründung im 20. Jahrhundert dargestellt.
Eigenschaften
Kultur im Museum Fridericianum Laubach entdecken
Das Museum Fridericianum in Laubach ist ein faszinierender Einblick in die regionale Geschichte und Kultur der Stadt. Gegründet 1981 als Heimatmuseum, vereint es spannende Exponate, informative Schautafeln und überraschende Details zu Laubachs Vergangenheit. Besonders hervorzuheben ist der separate Ausstellungsraum im Erdgeschoss, der für Sonderpräsentationen genutzt wird. Das Museum kann frei und ohne Führung erkundet werden, was Besuchern die Flexibilität bietet, sich selbst durch die Ausstellungen zu bewegen.
Das Gebäude selbst trägt eine bewegte Geschichte in sich: Ursprünglich als Jagdschloss um 1750 im nahegelegenen Gonterskirchen erbaut, wurde es später von einem gräflichen Hofrat erworben und nach Laubach versetzt. Über die Jahrzehnte hinweg erlebte es architektonische Veränderungen – etwa die Freilegung des Fachwerkbaus in den 1980er Jahren, die sich jedoch als nicht nachhaltig erwies. Seit 2010 präsentiert sich das Gebäude wieder verputzt und als anmutiges Zeugnis der regionalen Baukunst, das das Stadtbild Laubachs bereichert.
Der historische Rundgang im Erdgeschoss führt Besucher durch die Epochen der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung bis hin zur Bildung der Großgemeinde Laubach im 20. Jahrhundert. Anhand von Texten, Bildern und Objekten wird der Zusammenhang zwischen regionalen Besonderheiten und dem allgemeinen Zeitgeschehen verdeutlicht. Schwerpunkte liegen auf der Baugeschichte der Kirchen, prägenden Ereignissen wie der Reformation oder dem Pietismus sowie der Entwicklung des Schulwesens in der Grafschaft Solms-Laubach. Auch die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts und die Entstehung des Industrieorts Friedrichshütte – Vorläufer des heutigen Großunternehmens Buderus – finden hier ihren Platz.
Im Obergeschoss widmet sich die Ausstellung den Laubacher Traditionen und Persönlichkeiten. Hier werden alte Vereinigungen wie die seit 1540 bezeugte Ausschuß-Gesellschaft vorgestellt, die als Nachfolger der Bürgerwehr bis heute das jährliche Ausschußfest organisiert. Zudem werden bedeutende Laubacher Persönlichkeiten porträtiert, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Region nachhaltig geprägt haben. Der Heimatkundliche Arbeitskreis, mit fast 200 Mitgliedern einer der aktivsten Träger des Museums, sorgt für lebendige Ausstellungen, Vorträge und Publikationen wie die „Laubacher Hefte“. So wird das Museum nicht nur zu einem Ort der Erinnerung, sondern auch zu einem lebendigen Zentrum regionaler Identität.